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3 (1871) A: Die Familie Carl Kähler. B. Die Familie August Kähler bis 1819
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Jubelfeier meines Mannes zu erhöhen. Auch danken wir Ihnen Beiden,daß Sie uns einige schriftliche Nachricht von Ihrer Ankunft und dein Ergehender Ihrigen ertheilen wollen. Daß ich den Dinstag Morgen sehr erschöpftwar, hat August sehr richtig bemerkt. Sobald er weggeritten war, legte ichmich nieder, weil mir immer die Ohnmacht zuging, und es that mir leid,daß ich Sie nicht gebeten hatte mir Ihre Sophie wenigstens an vierzehnTage hier zu lassen, da sie mir doch sehr bereitwillig dazu zu sein schien.Die Mittwoche Nachmittags hatten wir die kleinen Mädchen hergebeten, dieunsern Weg mit Blumen bestreut hatten, um sie mit Coffee und Kuchenzu bewirthen. Ich leugne nicht, ich fürchtete mich davor, weil ich mich nochum nichts gestärkter fühlte, legte mich auch nach Tische wieder nieder, nach-dem ich meine Kuchen im Bratofen hatte backen lassen. Allein in der Um-gebung dieses kleinen Völkchens ermunterte ich mich und fühlte mich starkgenug sie drei Stunden lang durch mancherlei Spiele zu unterhalten, wosie sämtlich seelenvcrgniigt von uns schieden. Da ich noch mancherlei Fleisch-vorräthe hatte, die zu dem Behuf angeschafft waren um eine Abendgesell-schaft zu bewirthen, so war mir es darum zu thun dies je eher je lieberauszuführen, und ich setzte mit Zustimmung meines Mannes den gestrigenAbend dazu fest, so sehr auch mein körperliches Gefühl dagegen sprach.Dies ist auch ausgeführt worden, und ich habe gestern mit meiner Marielisenach Herzenslust gekocht gebraten und gebacken, so daß ich mich Mittagshinlegen mußte, weil ich nicht mehr fort konnte, Erschrecken Sie darumnicht, es ist Alles gut gegangen. Wie ich so anderthalb Stunden geruhthatte, fing ich allmählich an zu schäfsern wurde immer lebendiger und denAbend so flink und heiter, daß mich die Anwesenden nicht genug bewundernkonnten. Die Gesellschaft bestand so in dem Aushub hiesigen Ortes voneinigen zwanzig Personen, Der Frau Majorin von Grawert ihre Töchterließen es sich nicht nehmen mir bei meinem Theegeschäst auf alle Weisebehlllslich zu sein. Meinen Thectisch hatte ich in der Schlafstube aufgeschla-gen und darum ausräumen lassen, so daß ich freien Spielraum hatte. Wiedachte ich dann an Sie und wünschte Sie her, weil Alle jung und alt sehrvergnügt waren. Es waren gestern sieben Böhmaken eingewandert, diesehatten der Biirgernieister und Kämmerer heimlich bestellt. Die Leutchen bliesensehr gut und halfen das Vergnügen des Abends erhöhen. Mein guter Mannwar so munter, daß er, als die Gesellschaft halb zehn Uhr aufbrach, es gerngesehen hätte, wenn sie noch bis zehn Uhr verweilen wollen. NächstenDinstag wollen wir die noch klebrigen bitten, wo doch auch noch zwanzigPersonen zusammen kommen werden. Dann aber ist Feierabend, und wirmöchten wohl nie wieder eine so zahlreiche Gesellsüjaft bewirthen, Nunhabe ich Sie recht weitläufig von meinen häuslichen Geschäften unterhalten,die nach scheinbarer Unwichtigkeit doch sehr wichtig für mich waren. Wennnun der Dinstag überstanden ist, für den ich mich weniger fürchte, und diegroße Wäsche gethan sein wird, dann will ich mich nach Möglichkeit Pflegen,