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3 (1871) A: Die Familie Carl Kähler. B. Die Familie August Kähler bis 1819
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sprach über die Fehler Anderer mit einer gewissen Milde und überließ dasklebrige einein höheren Richter. Und welchen herrlichen trostreichen Zuspruchgewährte sie am Krankenbette."

Zu S. 189. letzter Absatz fs. am 3. Januar 1318.Nun muß ichDir auch im Vertrauen sagen, daß mau hier etwas vor hat ihn als Jubel-greis zu begrüßen; obschon der Vater nicht wissen lassen will, daß dies Jahrsein Amtsjübiläum eintritt." Am 2. Februar.Sie wissen, welche Freudeuns dies Jahr bevorsteht, wenn anders Gott uns Leben und Gesundheitschenkt. An diesem Glauben halte ich wenigstens fest, und da möchte ichgern meinem guten Mann ein Andenken verehren, wozu ich mir Ihrenguten Rath erbitte. Ich dachte, ich wollte ihm in Berlin eine Tasse ver-fertigen lassen mit einer Zeichnung, die etwa den Sinn meiner Liebe undDankbarkeit für ihn ausdrückte, mit einer kleinen Umschrift und meinesNamens Unterschrift, auch meinen Geschlechtsnamen. Zwar haben wirkeinen Mangel an guten Tassen, doch weiß ich außerdem nicht, was ich fürihn wählen sollte. Gehen Sie doch mit meinem Sohne zu Rath, und wasIhr beider erfindnngreicher Geist hervorbringen wird, das werde ich gutheißen und Sie bitten in meinem Namen au Adolf zu schreiben, daß er siefür mich bestellt, und daß sie mindestens in der Mitte des Monat Maifertig ist und er sie Ihnen dann zuschickt. Höher als zehn Thaler möchteich nicht gern steigen. Den 3. Juni hat mein Mann dispntirt und denS. das Diplom erhalten. Noch ist nicht bestimmt, welchen Tag wir wählenwollen. Hievon muß aber niemand was erfahren, auch nicht davon, wasich meinem Sohne von N. Poppo geschrieben habe. Dieser hat mir nichtRuhe gelassen, bis ich ihm diese Tage genannt habe. Ich glaubte anfangs,er »volle etwas drucken lassen, aber ich merke wohl, er hat in Verbindungmit noch einigen Freunden meines Mannes etwas Anderes vor. Fragenthue ich geflissentlich nicht danach, ja ich wünsche sogar, daß er mich inUnwissenheit darüber lassen niöge. Genug ich habe ihm gesagt, mein Mannwünsche diesen Tag ohne allen Prunk zu feiern. Weil ich nun henke einmaldarüber schreibe, will ich nur noch hinzufügen, daß es unser Beider Wunschist unsere sämtlichen Söhne und Schwiegertochter dann hier zu sehen, nichtso mit den Enkeln, weil dann des Lebens und der Unruhe im Hause zuviel würde. Ein Anderes würde es sein, sollte uns noch die Freude vor-behalten sein bei ungeschwächter Gesundheit die Jubelhochzeit zu feiern; dannwäre mein Wunsch, daß auch nicht Eins davon fehlen möge. Es wäre alsomein Gedanke, den ich Ihnen nur so vorläufig mittheile, denn mit meinemManne habe ich nichts Bestimmtes darüber gesprochen, daß von Sprembergder Carl von Ihnen die Sophie von Joachimsthal der älteste Sohn undvon Nenzelle müßten Beide kommen, weil die Tochter das Kleine an derVrust hat." Am 23. März.Mein guter Mann nimt an Fleisch undKräften sichtbar ab, und mir wird oft bange, ob er sein Jubiläum nocherleben möchte. So finden sich der Mängel des Alters immer mehrere.