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3 (1871) A: Die Familie Carl Kähler. B. Die Familie August Kähler bis 1819
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Pflege nicht sorgen, nnd auf ihrem letzten Lager war sie umgeben von zwosie verehrenden Töchtern nnd zwo Enkelinnen, Dann ward mir das früheHinsterben meiner Töchter anfs neue fühlbar. Ich konnte voraussehen, daßmir ein ähnliches Glück nicht zutheil werden könnte, nnd mit Gewißheitglauben, keiner meiner Söhne würde einst seine Vaterstadt bewohnen. Darumüberlasse ich mich nicht ängstlicher Sorge, Gott hat mir viel Gutes erwiesennnd mich in meinen Nöthen mit Kraft unterstützt auch in meinen Krank-heiten nicht ohne Pflegerinnen gelassen, Daß mein Alter sorgenvoll bleibt,muß zn meinem Besten dienen. Bedürfte ich nicht im Späthcrbste nochsolcher Prüfungen, so würde mein Vater im Himmel, der ja lauter Liebeist, mich deren wohl überheben,"

Zn S. 158. am 18, September 1815,Als August und Adolf inSoran auf der Schule und Moritz samt (dein jüngeren) Fritz noch imelterlichen Hanse waren, besorgte ich die ganze Wäsche mit Marielisen allein.Freilich wusch ich dann manchmal der Auswärtigen ihre Strümpfe selbst,weil sie die Kunst sie recht zu zerfleischen und einzuschwärzen in Soran sehrbald erlernt hatten, worüber es von der Mutter manchen derben Verweissetzte. Ersteres kann ich nun nicht mehr, ist auch nicht nöthig; auch geschahes damals mehr deshalb um die Marielisc nicht mißlannig zu machen,welches so oft genug vorkam."

Zn S, 183, ans demselben Briefe,Sie') schien mir als eine Heiligedazustehen, die der ihrer wartenden Seligkeit gewiß mit Frieden im Herzenvielleicht nur für ihren Mann im Stillen betete, daß er diesen allein selig-machenden Frieden auch schmecken möge, 2) Und wie Klopstock in seinemMessias jedem Jünger Jesu seinen schützenden Engel zur Seite stellt, sodachte ich mir auch den ihrigen, wie er mit einem ans sie gerichteten Blickund Beifall zuwinkendem Lächeln ihr zur Seite stünde, Gewiß hat sie beijedem Verhängnisse, das sie traf, den Frieden in ihrem Herzen zn bewahrenund die KUnst sich zu erwerben gewußt den Himmel ans Erden zu haben,wo Tausende nach Salzmann zu reden die Hölle gefunden haben würden.Beschämt mußte ich zn mir selbst sagen, daß ich eine solche Probe nichtbestanden haben würde," Am 23, Juni 1818,Diese Nacht hat es Gottgefallen ihre schöne Seele in die Wohnungen des Friedens aufzunehmen.Ein redlicherer und christlicherer Sinn, wie diese mir unvergeßliche treueFreundin hatte, ist nicht leicht zn finden, nnd man kann wohl von ihrsagen: vor Gottes Thron zu seinem Sohn begleiten ihre Werke sie, ')Der Tod ist ihr nur ein Schlummer, so wie sie auch die letzten Stundenmeist geschlummert hat und recht sanft eingeschlafen ist. Wie der seligeCommendator von Beerfelde in den letzten Jahren seines Lebens so ganz inLiebe und Freundlichkeit überging, eben so suchte sie sich zu vervollkommnen

1) Frau von Zoller bei ihrer Jubeltrauung. 2) Röm. 5, 1- 2.3) Ebr. 1, 14. 4) Ofsenb. 14, 13,