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Zu S, 154. am 23. Januar 1816. „ Als ich die Masern mit meinenvier ältesten Kindern (Fritz, Carl, August, Friederike) hatte, war die Friede^rikchen am kränksten, die ich auch noch an der Brust hatte. — Sie überstand es glücklich ohne Folgen wie alle meine Kinder." Am 6. Januar1317. „O wie ist mein Herz an diesem Abend oft ganz von Schmer; zcr-rissen gewesen. Weihnachten 1786 hatte ich mir viel Spaß mit meinendann lebenden fünf Kindern (außer den Genannten noch Adolf) gemacht.Das Jahr darauf fehlte mir meine einzige Tochter, mein ältester SohnFritz lebte zwar noch konnte aber kaum mehr unter die Lebendigen gerechnetwerden, wie er denn auch den Tag nach dem Feste starb. Nach und nachmilderten sich diese schwermiithigen Gefühle wohl wieder, aber von der Zeitan, daß meine beiden Söhne Carl und August ans dem Hanse gegangenwaren, mischten sich stets Wohl und Weh." Am 5. December 1818.„Ehegestcrn waren es sicbennndvierzig Jahre, daß ich meinen ersten Sohngebar, der am 28. dieses schon sicbennnddreißig Jahre ruht. Dies war dochein schrecklicher Kampf, wo mein Leben sehr bedroht war, und ich lebe nochund in einem Gesundheitznstande, wofür ich Gott nicht genug danken kann."
Zu S. 157. am 15. Mai 1816. „Meine gute Mutter hatte mancheKämpfe zu bestehen, aber der Winter ihres Lebens war ziemlich sorgenfrei.Ihre Söhne waren wohl sehr entfernt, aber sie waren gesund und lebten imWohlstand. Ihre Töchter blieben ihr desto näher. Freilich gab es auch daso manche Sorge. Meine älteste Schwester (Conradi) kränkelte viel und oftlebensgefährlich. Meine Mutter sah vier Kinder von ihr in die Erde legen,und nichts konnte sie schwerer überwinden als das Hinsterben der Ihrigen.Besonders griff sie das lange Hinwelken und der Tiefsinn des zweiten Enkelsunter diesen vier Kindern unbeschreiblich an. Wenn ich mir aber auch denke,daß jetzt einer Ihrer Söhne in meine Stube träte und voll Seelenangstbäte mit ihm niederznknieen und zn Gott um Gnade für ihn zn beten; wiewürde mich das erschüttern! Die zweite Tochter (Fabel) lebte nicht glücklichin der Ehe und starb ncnnundzwanzig Jahr alt ungefähr drei Wochen vormeinem Vater. Dies war hart wurde jedoch mit der Zeit überwunden,und sie lebte wirklich sehr sorgenfrei bei ihren Kindern, wo sie mit Liebeund Aibtnng behandelt wurde- Von meiner Seite wurden ihre Tage insofernminder getrübt, weil ich weder kränklich noch unglücklich in meiner Ehe war.Doch hatte ich zwei lebensgefährliche Krankheiten, weil sie noch lebte, verlorauch vier Kinder, die sie zärtlich liebte (Fritz, Friederike, Julie und Char-lotte); überdies sah sie doch wohl, wenn sie so bei mir war, daß ich theilsdurch die Mehrzahl meiner Wochenbetten und andere Verhältnisse einen weitschwereren Gang zu thun hatte als meine älteste Schwester, obschon in anderer Hinsicht diese weit schwerere Prüfungen zn bestehen gehabt. Sie nahman alledcm so liebevoll theil, aber sie genoß doch auf der andern Seite aucheinen Grad von Glückseligkeit, daß durch diese Nebensorgen der Friede ihrerSeele nicht niedergedrückt werden konnte. Erkrankte sie, so durste sie um
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