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3 (1871) A: Die Familie Carl Kähler. B. Die Familie August Kähler bis 1819
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1819,

Scheiden aus dem Vaterhause nicht wieder gesehen. Deshalb undum von den Verwandten der Mutter in Schlesien Abschied zunehmen reisten sie mit den älteren Kindern über Muskau Rothen-burg, wo genächtigt wurde, Lauban und Goldberg mit gemie-theten! Fuhrwerk von da mit entgegengesendeten Pferden nachHohcnliebenthal. Dorthin kam auch aus Krain bei Liegnitz dieälteste Schwester der Mutter Ernestine mit ihrem ziveiten GattenConrad Flach und ihrer Tochter Auguste. Die Brüder derMutter suchten ihren Gästen die Tage des Aufenthaltes bei sichso angenehm als möglich zu machen und veranstalteten deshalbauch eine Lustfahrt nach Hirschberg Warmbrunn und Hermsdorf,von wo aus der Ki)nast bestiegen wurde, der sich wohl 800 Fußsteil über dem Thal erhebt. Die Mutter und ihre Kinder, welcheaus dem Flachlande kamen und bis dahin noch kein Gebirgegesehen hatten, empfingen einen um so tieferen Eindruck von demschönen Hirschberger Thal und den dasselbe einrahmenden Berg-riesen, zwischen welchen der Klang einer Trompete und eines ab-gefeuerten Böllers vom Kynast das Echo hundertfältig wach rief.Die Trennung konnte nicht anders als sehr wehmüthig sein beidem Gedanken an die weite Entfernung von Königsberg; denndiese ließ sich zu jener Zeit, in der es über Schlesien hinausnoch wenig Chausseen und nirgend eine Eisenbahn gab, nicht soleicht und schnell zurücklegen als fünfzig Jahre später. Auch derNeffe Alexander, der nun sechs Jahr im Hause der Eltern treue undliebevolle Pflege genossen hatte, ging nicht mit nach Königsberg son-dern kehrte für ein paar Jahre in das Haus seiner Mutter nachSpremberg zurück. Von dem letzten Besuche der hochverehrteninnig geliebten Großeltern in Cottbus, der Kinder mit sämtlichenEnkeln in Sommerfeld und dem tief erschütternden Abschied istschon erzählt worden. H Unter den unvermeidlichen Zerstreuungenund Gemüthsbewegungen war doch der Eifer des Vaters für seinenneuen Beruf vornehmlich an der Universität so lebhaft, daß ernoch in dieser Zeit von Ende April bis Anfangs Juli ein Systemder christlichen Sittenlehre Behufs seiner Vorlesungen entwarf.Dagegen blieb der Mutter allein das Geschäft den vorhandenenI) Oben S. 192. ff.