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3 (1871) A: Die Familie Carl Kähler. B. Die Familie August Kähler bis 1819
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Ministers von Altenstein zuwendete. Der in Königsberg hoch-gefeierte Krause war von dort als Generalsupcrintendent nachWeimar gegangen und Brescius aufgefordert worden in die vonjenem verlassenen Aemter einzutreten. Dieser jedoch damals mitseiner Stellung zufrieden und im bereits weiter vorgerückten Altereinen solchen Berufs- und Ortswechsel scheuend lehnte ab schlugaber in Erinnerung an das oben S. 302. Mitgetheilte den Vaterdazu vor. Die Erregung der Kinder groß und klein bei den:Eingange der dadurch veranlaßten Aufforderung war eben so leb-haft als ihre Ansicht von der zu treffenden Entscheidung schnellgefaßt. Nicht so leicht wurde diese selbstverständlich den Elternbesonders dem Vater; doch erklärte er in einem Brief an Rico-lovius seine Geneigtheit zur Annahme:Die Aufforderung sprichtso deutlich den Werth aus, welchen Männer von dem anerkann-testen Werth auf meine Person legen, daß ich es endlich ohneden Vorwurf der Anmaßung sagen darf: ich habe mich bestrebt,ich habe danach gerungen persönlichen Werth zu erwerben. Aberwar es die schlichte unbestechliche Wahrheitliebe meines noch leben-den ehrwürdigen Vaters oder eigne Anlage, genug etwas hatmich durch mein ganzes Leben gedrängt und drängt mich nochden Schein in allen Beziehungen für nichts zu achten und dasWahre und Gute in seinem Wesen zu suchen. Ich kann nichtschmeicheln, ich kann nicht glänzen, ich erröthe vor mir selbst beider kleinsten falschen Wendung, welche doch das äußere Leben sooft zu nehmen gebietet. So fand ich denn jederzeit meine Mängelin unverhüllter Gestalt aus; und da Erkenntniß oft schnell Tugendaller Art stets langsam kommt, so machte mich der lebendigsteWunsch sittliche Vollkommenheit und religiöse Einsicht zu erwerbennur demüthig und verhinderte mich um den äußeren Preis desLebens mit Andern zu wetteifern, da es nirgend an Männernfehlte, welche in der oder jener Beziehung mich nach meinen: eignenGefühl übertrafen. Ich glaube, daß es nur gelingen wird Kopfund Herz junger Leute niit reinen: und gewaltigem Triebe für einenBeruf zu beseelen, welcher seinem Namen nach über jeden irdischenerhaben doch ohne solchen Trieb der schlechteste unter allen ist.Und> wenn es nur gelingt, wenn Schüler und Gemeinde einst