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3 (1871) A: Die Familie Carl Kähler. B. Die Familie August Kähler bis 1819
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1819.

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sich auch diese aus durch gewandte Darstellung reiche kirchlicheErfahrung und darauf gegründete angemessene Vorschläge. Diedarin entwickelte Ansicht von der Kirche und ihrer Stellung zumState führte er weiter aus in der bald darauf folgenden SchriftSonnenklarerBeweis, daß ein christlicher Regent stets der obersteBischof der Kirche in seinem Lande sei." Im folgenden Jahresuchte er diese Ansicht zu stützen durch einen Nachtrag unter demTitelNoch einige Worte über die Wahrheit, daß ein christlicherLandesherr der oberste Bischof in seinem Lande sei." Aber etwa zehnJahre später schrieb er an Schuderoff in Ronnebnrg: Selbst als ichdas oberste Episkopat des Landesherrn vertheidigte, wobei Sie gewißmeinen Namen nicht angelächelt haben, war ich von jeder servilenIdee entfernt und fing mich nur in einer idealen Verwechselung,von welcher ich, wie Sie wissen, vollständig zurückgekommen bin."

Kurz vor Ostern kam August von Halle, nachdem er dieAbgangsprüfung bestanden hatte; mit ihm den Eltern neue Sorgefür seinen Unterhalt ans der Universität, die er jetzt beziehen sollte;denn als Freischüler auf dem Waisenhause hatte er UnterrichtWohnung und zum größten Theil auch Speisung unentgeltlicherhalten und deshalb verhältnißmäßig bisher nur geringe Unkostenverursacht. Ihm war die Genehmigung ertheilt worden seinenFreund und Mitschüler von Unterquarta bis Prima FerdinandBock als Gast in das Elternhaus einzuführen, welcher von derdreizehnjährigen Tony bei ihrer Einsegnung am Charfreitag einenbleibenden und auf Beider Geschick fortwirkenden Eindruck empfing.Als der Vater am Ostersonntage dem 11. April aus dem Vor-mittagsgottesdienste zurückkehrte, fand er ein Schreiben aus Berlinmit der Anfrage, ob er geneigt sei als Consistorialrath ordentlicherProfessor der Theologie Superintendent und Pfarrer der Löbenicht-schen Kirche nach Königsberg in Preußen zu gehen. Auch inBerlin hatte er durch seine letzten Schriften sich einflußreicheFreunde erworben; unter ihnen Propst Hanstein ConsistorialrathRibbeck Geheimerath Johannes Schulze Prediger Grell. Amwichtigsten für ihn war wohl, daß der Geheime Oberregierungs-rath Nicolovius auf ihn aufmerksam gemacht durch F. H. Jacobiihm seine eigene und die bis zuletzt nie wankende Gunst des