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3 (1871) A: Die Familie Carl Kähler. B. Die Familie August Kähler bis 1819
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die eigentliche Weihnachtfreude, die uns durch die Geburt Jesugeworden ist,H unsere Seele erfüllen und beseligen sollte, daßjede schmerzliche Erinnerung der Vergangenheit weichen müßte.Aber so ist der Mensch: bei besserem Wissen und Erkennen fehlter unaufhörlich. Ueber die guten Aussichten, die Ihnen IhrAugust verspricht, 2) freue ich mich unendlich. Wirklich muß esfür Sie und meinen Sohn sehr aufrichtend sein, daß dieser Sohnso viel guten Willen zeigt seinen Eltern durch tugendhaften Wandelihre Liebe und Mühe zu vergelten. Gewiß hoffe ich mit Ihnen,sollte auch einmal ein kleiner Stillstand seines Tugendeifers ein-treten, er wird gewiß nie ganz sinken. Nun gebe Ihnen Gottdie Freude, daß auch Otto gut einschlagen möge, wenn er nunIhrer persönlichen Aufsicht entzogen wird, und wo ich schonwünschte, daß ihm alsdann nicht eben ein strenger aber genauerAufseher zur Seite stünde. Dann kann und wird es gut gehen;ohne den: kann er leicht auf Abwege gerathen. Daß er fort undfort beschäftigt werde, ist eine Hauptsache. Diesen folgen IhreTöchter Sophie und Antonie. Es hat mich gefreut bei meinemletzten Besuch in Sophien eine Veränderung wahrgenommen zuhaben, die zu ihrem Vortheile spricht und hoffen läßt, sie werdeihrer guten Mutter die Stütze werden, wozu sie als erstgeborneTochter verpflichtet ist. Und daß Antonie ihr nicht nachstehenwird, hat sie früher schon bewiesen, So hoffe ich mein Hauptmit der Aussicht niederlegen zu können, daß Gott Sie in IhrenKindern segnen und es Ihnen auch nicht an irdischen Gitternfehlen lassen wird, die zu dereu Erhaltung erfordert werden.Dies ist mein eifriger Wunsch und Gebet zu Gott, welches ichfür Sie und die Ihrigen beim Anfange dieses Jahres zu ihmgeschickt habe, uud bin der frohen Zuversicht, daß es nicht un-erhört bleiben wird. Um die fernere Bewahrung Ihrer Liebedarf ich nicht bitten. Sie haben mir so viele Beweise davongegeben, daß ich nicht anders als mit inniger Freude Sie anmein Herz drücken und Sie meine liebe Tochter nennen kann."

Schon vor ein paar Jahren hatte sich die Großmuttererboten Sophien für einige Monate zu sich zu nehmen, und diesen

1) Luc, 2, 10. 11, 2) er war Michaelis nach Tertia gekommen.

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