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edeltes Gemüth wie das Ihrige, ein so hoher Muth immerschmerzliche Gefühle zu bekämpfen konnte mit einem so viel um-fassenden Geiste mit der Liebe und Zartheit diese Worte nieder-schreiben." In dem bereits angeführten Briefe vom 27. Novemberfährt sie fort: „Wie sehr freue ich mich der guten Nachrichtenund mein Mann mit mir. So was Tröstliches ist mir langenicht von Ihnen gekommen. Gott sei innig gelobt dafür. Erstärke meinen Sohn ferner, daß er-mit Gesundheit und frohemMuth allen seinen Arbeiten vorstehen und sie mit Zufriedenheitvollenden möge. Er stärke aber auch Sie, meine gute liebeTochter, daß Ihr sonst so gesund gebauter Körper nicht unterder häuslichen Last erliege. Sophie und Antouie können dochviel übernehmen und werden es gern thun, wenn Sie es ihnenzulassen. Was wäre das für ein Genuß für mich, wenn ich Sieeinmal in meinem Hause sehen könnte! Daß Sie darüber seufzen,daß sich dies so schwer ausführen läßt, verdenke ich Ihnen nicht.Ich seufze mit Ihnen, ja ich gräme mich oft darüber, daß Sieaus Ihrem Käficht wenig heraus kommen können."
Nach diesem schweren Jahre kam das Christfest mit unge-trübter Freude, Seine Schilderung gab der Großmutter Anlaßzu dem Briefe vom 6. Januar l.817: „So sehr ich Sie wegender unendlichen Blühe bedauere, die Ihnen die Weihnacht-bescheerung gemacht hat, so sehr hat es mich gleichwohl gefreut,daß sie zustandegebracht worden ist. Es ist ein schöner Zug vonIhren Kindern, daß sie sich die Entbehrung dieser Freude wolltengefallen lassen; aber es würde mir selbst nicht lieb gewesen sein,wäre sie ihnen nicht geworden. Ich bin immer der Meinunggewesen, man gebe ihnen ein Kleidungstück, was sie bedürfen,lieber zu Weihnachten als zu irgend einer andern Zeit, weiles dann die größte Freude macht, die dann wieder auf ihreEltern übergeht. Daß unter diesem Jubel Ihnen die AbwesenheitIhres lieben August die Freude etwas trübt, kann ich mit Ihnenlebhaft fühlen. O wie ist mein Herz an diesem Abend oft ganzvon Schmerz zerrissen gewesen. — Und so ist es bis auf denheutigen Tag, darum ich gern einmal zu dieser Zeit bei Jhuengewesen wäre. Ich fühle, daß es nicht so sein sollte, und daß