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1817.
Vorschlag im März 1810 erneuert jedoch mit einem Hinweis aufihre beschränkte Wohnung/) welche die Aufnahme der Enkelinnur im Sommer gestatte. Ob dadurch angeregt, ob auf andereVeranlassung, schien es dem Vater für seine älteste Tochter ersprieß-lich sie einige Zeit außer dem Elteruhause leben zu lassen, under nahm deshalb im Frühling 1817 für das nun fünfzehnjährigeMädchen, eine liebliche im Aufbrechen begriffene Nosenknospe,die Einladung der Tante Wilhelmine-) nach Seifartshain au.Diese hatte einen bedeutenden Ruf als Erzieherin, für welchenauch ihre liebenswürdigen Töchter Emilie und Auguste Zeugnißablegten. Die Großmutter schrieb darüber am 12. April: „Nunwird Ihre Sophie wohl in Seifartshain sein und sich dort ver-muthlich recht wohl gefallen. Sie schrieben von einigen Wochenoder Monaten. Letzteres ist wohl nöthig, denn der Aufenthaltvon einigen Wochen kann keinen bleibenden Nutzen für sie haben.Sind Sie nachher geneigt sie uns auf einige Zeit herzugeben, sosind mein Mann und ich sehr bereit sie herzunehmen, und ichwerde gewiß nichts versäumen, wozu mich die Pflichten als Groß-mutter und Pathe verbinden; auch habe ich sie lieb. Nur mußdies zu einer Jahreszeit geschehen, wo wir nicht an die Wohn-stube gebunden sind und kleine Abstecher machen können." Hiezukam es jedoch nicht, da Sophie ein volles Jahr in Seifartshainblieb. Dort erhielt sie von der Großmutter folgenden für jedesjunge Mädchen beherzigenswerthen Brief vom 18. Juli: „Wirdenken Deiner sehr oft und wünschen Dir Glück, daß Deine gutenEltern Dich so treuen Händen überliefert haben, wo Dir durchdie Leitung Deiner würdigen Tante ein Gewinn auf Deine ganzeLebenszeit erwachsen kann, wenn Du den gnten Lehren, die sieDir gewiß ertheilen wird, ein williges und aufmerksames Ohrwidmen willst. Gott hat Dir einen gesunden Verstand gegeben,Fähigkeit leicht etwas aufzufassen, auch Talent um in Kunst-arbeiten viel leisten zu können. Dies sind Geschenke unseres güti-gen himmlischen Vaters, die Du mit Dankbarkeit betrachten undnie dabei vergessen darfst, daß, wem er ein Pfund anvertraut,von dem fordere er auch, daß er damit wuchere/) Unser Geschlecht1) Oben S. 148. 2) S. 219. 364. 3) Luc. 19, 13—26.