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3 (1871) A: Die Familie Carl Kähler. B. Die Familie August Kähler bis 1819
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Handarbeit etwas zu verdienen. Aber ich muß es schon so seinlassen und erst sehen, wo es mit uns hinaus will, ehe ich einefernere Vorstellung zu machen wage. Ich will dann zusehen,daß ich ihr jeden Monat für mich 3 Thlr. gebe, so lange wenig-stens, bis sie die gewisse Aussicht hat eine Pension zu erhalten.Dies werde ich ihr nicht sagen sondern handeln, so lange esgeht, so wenig ich jetzt einsehe, wie ich dann meine Leibbedürf-nisse bestreiten soll. Es fällt nur schwer an sie zu schreiben,indeß will ich es doch thun und ihr sagen, daß dies eine fest-gesetzte Gabe von meinein Manne sei, übrigens sie noch außerdemetwas von nur erhalten sollte, da ich doch die Emilie zu mirnehmen wollen." Auch außer dem Erwähnten läßt sie der Schwie-gertochter fortgesetzt so Manches an Geld und Sachen zufließen,und noch in ihren letztwilligen Bestimmungen trägt sie Sorge umdieselbe. Eifrig warnt sie die Kinder in Cottbus vor Aeußerungen,durch welche der Großvater gegen die Wittwe verstimmt werdenkönnte, und bittet, daß sie gelegentlich etwas zu ihrem Bestensprechen mögen. Am 21. Juli theilt sie mit:Gestern erhieltich wieder einen Brief von Spremberg, wo mir die Tochter an-zeigt, daß ihr von Dresden aus eine Pension von 48 Thlrn.zugesagt worden sei. I Ich hatte freilich wenigstens auf 60 Thlr.gerechnet, indeß freue ich mich auch darüber und dies.um somehr, da sie die gewisse Aussicht zu haben scheint auch von derRegierung in Lübben eine zu erhalten. Bekämen wir nur Frie-den, so könnte sie das Haus behaupten und darf dann nächstunserer Unterstützung nicht Noth leiden. Wenn sie nun meinenBrief erhalten und hören wird, daß sie von meinem Bruderauch ein Geschenk erhält, wird sie sich doch freuen." Eine fernerenicht unerhebliche Erleichterung brachte ihr die Versorgung deszweiten Sohnes Alexander in dem Hause ihres Schwager Augustzu Cottbus. Auch dahin richtet sich die unermüdete Liebe derGroßmutter, wie ihr Brief an die Gattin des eben Genanntenvom 12. October zeigt: Seine (Alexanders) Strümpfe zu strickenwill ich übernehmen. Es ist freilich eine sehr geringe Hülfe, die

1) Hiernach ist die Angabe im zweiten Beitr. z. Chron. S. 166 zuberichtigen. 2) 5 VII 4. Zweiter Beitr. z. Chron. S. 136 f.