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3 (1871) A: Die Familie Carl Kähler. B. Die Familie August Kähler bis 1819
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Niederlausitz durchzogen, deun ihr Wohnort Spremberg lag aneiner großen Heerstraße. Dazu kam schon im April die Erkran-kung eines bald auch der übrigen Kinder, besonders schwer desältesten Sohnes Carl, und bei der Pflege hatte die ohnehinschon angegriffene und gebeugte Mutter nicht einmal die Unter-stützung einer Magd.

Ach Wittwen bekümmert oft bittrere Noth,

Als glückliche Menschen ermessen."

Allerdings ward ihr auch Hülfe. Die theilnehmendste undunermüdlichste Fürsorge widmete die Großmutter bis alt ihrLebensende der Schwiegertochter und den Enkeln, wie aus dennoch vorhandenen Briefen an ihren Sohn August und dessenGattin ersichtlich ist. So schreibt sie am 25. März 1813:Wieman sie eigentlich retten soll, ist mir noch nicht klar; das Hauslvird sie unmöglich behaupten können. Ich werde ihr nächstensschreiben, daß ich EmilieH zu mir nehmen will, aber erst nachmehreren Wochen. Will sie die Emilie lieber bei sich behalten,so werde ich sie ihr nicht abnöthigen, indem ich mir selbst durchihre Hernehmung keine Wohlthat erzeigte. Hätten sie ihre Elterndazu angehalten mit der Krücke zu gehen, dies würde mir weitweniger peinlich sein als ihr Hüpfen auf einem Fuß." Am3. MauMan kann sie nicht in der Noth lassen, und ich willselbst gern Manches entbehren um ihre Lage zu erleichtern." Am28. Mai nach Erwähnung von 50 Thlrn., die ihr der Großvatersofort gesendet hatte, und einer ihr außer den früher schon abge-tretenen Zinsen auf Höhe von 100 Thlrn. jährlich zugesichertenUnterstützung, die durch seine vom Drucke der Zeit sehr geschmä-lerte Einnahme auf 5 Thlr. monatlich beschränkt war:Mehrals zu sehr fühle ich, daß meinem Manne das immerwährendeGeben lästig werdeil muß, da er ausmdem noch die unangenehmeErwartung hat, daß alle Interessen stocken werden, es darumin dieser Hinsicht genug ist, aber doch viel zu wenig für desarmeil Weibes Bedürfnisse. Bei der vielen Einquartierung gehtvors Erste viel darauf, dann bleibt ihr auch unmöglich Zeit durch

1) 1. seit früher Kindheit lahm. 2) Zweiter Beitr. z. Chron. S. 178.

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