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1,2 (1869) Die Herren v. Deckenbrock (v. Droste-Hülshoff) und ihre Besitzungen 1570 - 1798 : aus archivalischen Quellen
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Herr und sehr angenehmer Gesellschafter. Mancher!unschuldigen Streich führte er aus, uin andern und sichdas Leben zu erheitern. — Aus Liebe zu seinen Kin-dern, wie er in seinem Testamente sagt, blieb er, ob-gleich beim Tode seiner Frau erst 32 Jahre alt, Wittwer.— Während der letzten Jahre seines Lebens fühlte ersich immer unwohl, wenn Pfingsten näherte. Der Grundhiervon war wohl folgender, sehr lebhafter Traum.Unten im Hause Ilülshoff schlafend, sah er einst imTraume einen ihm unbekannten Geistlichen, welcher ihnadminislrirte und alsdann seine Frage, ob er sterbenmüsse, dahin beantwortete: „Jetzt noch nicht; erst nachoben und dann quatuor tempora nach Pfingsten". DerPastor in Roxel (T. H. Cappius) starb (1733) und als ihndessen Nachfolger (J. T. Dingerkus) zum ersten Malebesuchte, erklärte er denselben sogleich für den Geist-lichen, welchen er früher im Traume gesehen.

Dessen ungeachtet starb Heinrich Johann nicht aufquatuor tempora nach Pfingsten, auch nicht auf Ilülshoff,sondern zu Münster im v. Drosleschen Hause an Lam-berti-Kirche und zwar am 18. December 1739, alt61 Jahre. —

Die Hauptbestimmungen in seinem Testamente,Münster den 10. Mai 1733, sind:

I.

Sein Leib soll in der Kirche zu Roxel neben demseiner, im Jahre 1709 verstorbenen, Gemahlin beige-setzt werden.

II.

Sein ältester Sohn Heinrich Wilhelm, Universalerbe,soll die v. Droste - HülshofTsche Armenstiftung um 100Thlr. Capital vermehren.

III.

Als gänzliche Abfindung soll erhalten:

1) sein Sohn Frnst Constanz, Domherr zu Osnabrück,