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1,2 (1869) Die Herren v. Deckenbrock (v. Droste-Hülshoff) und ihre Besitzungen 1570 - 1798 : aus archivalischen Quellen
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noch der 4. Theil des mütterlichen Vermögens zustehe, so zahlte,Friedens halber, Heinrich Johann jeder von ihnen 4500 Thlr,Im Jahre 1704 verglich er sich mit seinem Oheim Heinrichzu Telgte. Derselbe hatte, wie wir gesehen, alle seine Brüder-überlebt und beerbt; da sich Heinrich Johann seine Zuneigungzu erwerben gewusst, so fiel der Vergleich verhältnissmässiggünstig aus. Der Oheim entsagte nämlich allen Ansprüchen auf 1die Hülshoffschen Güter, wogegen ihm ausser dem, was erbereits empfangen:

1) Obligationen zum AVerth von circa 2.500 Thlr. cedirt,

2) ein Capital von gOOJ Thlr., wovon jedoch mindestens 4000Thlr. an das Haus Hülshoff zurückfallen sollten , zu zahlenversprochen werden. Zur Sicherheit der Zinsen wurden ihmdie Pachte von Ahlbrands- und Witkamps - Erbe, die Zehn-ten von Diening, Vogd, AVesendrup, die Scliultenwiese, dieNienkämpe und die Kämpe beim Hause Brock abgetreten.

AVie im vorigen §. schon bemerkt, setzte im Jahre 1721dieser Oheim seinen Neffen Heinrich Johann zu seinem Universal-erben ein. Zu dieser Erbschaft gehörte auch ein von HeinrichsFrau, Maria von Bischopinck, herrührender Burgmannssitz zuTelgte. Auf den Grundstücken desselben, vor der Stadt undzwar ganz nahe an der nach AVarendorf führenden Strasse, hattesich der Besitzer ein Haus gebauet, welches, weil er dasselbebewohnte, das Drosten-Haus genannt wurde und auch jetzt noch,wie ich höre, genannt wird. Viel Grund und Boden wird wohlnicht zu demselben gehört haben; denn Heinrich Johann ver-pachtete, 1738, Hans und Zubehör für i7 Thlr. Später wurde,1754, von dem Telgter Burglehn zum Landtage aufgeschworenErnst Constanz, Domherr zu Osnabrück. AVas schliesslich ausdieser Erbschaft geworden ist, habe ich nicht auffinden können.

Die Gunst seiner Muhmen wusste sich Heinrich Johann nichtminder zu erwerben; denn er wurde, entweder mittelbar oderunmittelbar, Erbe aller. AVenn nun auch alle diese Erbschaftenmit grossen Legaten beschwert waren, so bekam er doch wenig-:stens einen Theil derjenigen Gelder zurück, welche seinein Vaterund ihm abgedrungen waren. Leider sind, wie aus den Testa-menten aus den Jahren 1679, 1707, 1714 und 1719 zu ersehen,eine Menge alter Familienstücke (silberne Pokale, Leuchter etc.,welche die Töchter wahrscheinlich von den Eltern zum Geschenkeerhalten) als Legate in wild ■ fremde Hände gekommen. Nur dergrosse Pokal mit dem Droste-Eickelschen AVappen rührt aus derErbschaft der Clara Adelheid (Stifterin der 11 Uhrs-Messe im