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4 (1875) Livland und seine Geschlechter : I. Band
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stützt von seinen Ständen , liess sich nichts bieten:Wisse maxiina tua fatuitas, (Erzpinsel!) dass wir inweltlichen Dingen Niemanden unterworfen sind,schrieb er dem Papste zurück, als er in geistlichenund weltlichen Sachen Unterwerfung von ihm ver-langt hatte. Mit anderen Königen gelang es baldbesser, bald schlechter, so mit Erich von Dänemark,der Erbarmen! Erbarmen! flehte, als man mit Banndrohte; dagegen brachte dem Papst Alexander IV.der Ivreuzzug, den er 1255 gegen Manfred, Königvon Sicilien veranlasst hatte, statt Erfolge: Spott.

Mit nicht gekrönten Häuptern verfuhr mankürzer. Gegen einzelne Landstriche wurde, weil einTheil ihrer sonst unschuldigen Bewohner mit römi-schen Ansichten über ein und andere Punkte inMeinungsverschiedenheiten gerathen waren (Albigenser 1209—1229. Wajdenser 1194—1211. Stedinger1197 — 1234) das Kreuz gepredigt und mit aller Grau-samkeit verfahren. So liess der päpstliche LegatArnold, Abt von Citeaux, 1209 zu Beziers im süd-lichen Frankreich alle Einwohner ohne Unterschieddes Glaubens (60,000 Menschen) niederhauen.

Aehnlich wurde in vielen andern Orten dersonst so glücklichen Provence verfahren, alles zudem Zwecke, dass auch nicht der letzte der Albi-genser entkomme. Das eroberte Land schenkte dieKirche dem grausamen Vollstrecker ihrer Befehle,dem Grafen von Monfort. Die Stedinger, arme Leuteim Stift Bremen, welche sich wegen zu grossenDruckes aufgelehnt hatten, wurden zu Tausendenmassenweise ermordet.

Vornehmlich richtete man die Kreuzzüge gegendie Völker im Norden; zuerst 1147 Papst Eugen IV.gegen die Wenden im Mecklenburgischen, 11. Sep-tember 1171 Papst Alexander 111, 3. October 1199,