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So büssten die herrschsüchtigen, dem Gesetzeund der weltlichen Ordnung trotzenden Frevler ihreeigene Schuld. Die Sache Palästinas war indessverloren.
Zwar versuchte 1248 König Ludwig von Frank-reich noch einmal eine Fahrt nach Palastina (6. Kreuz-zug) allein so erfolglos, dass die Päpste seitdemfür diesen Zweck nicht mehr aufzufordern wagten,desto mehr aber den einmal geweckten, ihnen dienst-bar gewordenen Fanatismus für andere, ihnen dau-ernd Reichthum und Herrschaft bringende Unter-nehmungen benutzten. Ihrem consequenten Strebennach Weltherrschaft stand zunächst das weltlicheRegiment entgegen. Dieses, dem sie ihre eigeneExistenz dankten, das sie gestützt und mächtiggemacht hatte, musste gebrochen und ihnen unter-würfig gemacht werden. Mit feiner Ueberleguuggriff man nicht die Sache, sondern die Träger derWürde an, man behandelte sie verächtlich undsuchte sie durch beschimpfende Aussprüche herab-zusetzen.
Papst Gregor IX. scheute sich nicht 1239 ineinem Briefe den edeln Kaiser Friedrich II. eineBestie zu nennen. Sein Nachfolger Innocenz IV.ging weiter, er wagte es auf dem unwürdigen Goncilzu Lyon 1245 unter erheuchelten Thränen, ihn, dener einen Meineidigen, Friedensbrecher, KirchenräuberIleiligthumscliänder, Betrüger, Ketzer, kurz einengottverworfenen Mensehen nannte, aus eigener Macht-vollkommenheit, ohne weitere Untersuchung undYertheidigung, aller Würden und Ehren zu entsetzen,dabei allen und jedem zu verbieten, ihm zu ge-horsamen und jedem, der es doch thue, mit demKirchenbann zu belegen.
Aelinliches kam zwischen Bonifazius VUL undPhilipp IV. von Frankreich vor, aber Philipp unter-