widersprechenden Leidenschaften, Meinungswuth undReligionshass, den Vernichtungskatnpfgegeu Anders-denkende eröffneten.
Der Islam stellt zuerst organisirt und kampf-fertig geschlossen da, kaum 10 Jahre nach dem Todeseines Stifters, Mohämed (f 632). In ihm herrschteine einzige Person, der Prophet und sein gesetz-licher Nachfolger, und zwar durch die höchste,alles bewegende Macht, den Glauben. Recht, Ver-fassung und höchste Gewalt sind geistlich. Im Islamlebt die Ueberzeugung, dass er die alleinige, all-gemeine und ausschliessliche Heilanstalt Gottes aufErden sei und deshalb den heiligen Beruf habe, alleMenschen und Völker, selbst gewaltsam, zu bekehren,denn er denkt mit Jeremias (48, 10) „verflucht sei,wer des Herrn Werk lässig thut, verflucht, werseinSchwert aufhält, dass es nicht Blut vergiesse" undhält mit Moses (II. 23. 32—33) den Umgang mit Un-gläubigen für sträflich. Er verlangt, was sein NameIslam sagt: „Völlige Hingabe an Gott", den einen,wahren, allbarmherzigen, allmächtigen und allwissen-den und an die göttliche Sendung Mohamed's desgrössten und letzten Propheten. Am Ausgange allerDinge, am Tage des jüngsten Gerichts, gelangen dieUngläubigen in die Qualen des ewigen höllischenFeuers, die getreuen Anhänger des Islams aber indie, mit sinnlichen Farben geschilderten Freudendes. Paradieses. Den Ungläubigen jene zu ersparenund sie dieser theilhaftig zu machen, ist Mitgrundder Bekelirungswuth.
So tritt er fertig auf. Die Einfachheit seinesGlaubens an einen einzigen einfachen Gott, der selbstund allein Grund und Ursache von allem und jedemist, Alles selbst und allein thut und will, auch vonEwigkeit her vorausgewollb und bestimmt hat, er-sparte eine weitere Gliederung und seinen Auhäu •