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daß die ausbedungene Kaufsumme der Verkäuferin von ihm alljährlichverzinst und nach ihrem Tode in gleicher Art an ihre Tochter Marlinevon Rotenhan, der Mutter Georgs, übergehen solle. Hiernach ist alsoseitdem Georg V. von Rotenhan Eigeuthümer dieser Güter geworden,und es hat sich dadurch für einen Zweig unserer Familie im Werra-thale bei Eiseuach ein besonderer Güterbesitz gebildet, an dem, wienatürlich, unsere Gesammtfamilie keinen Antheil hat.
Neuenhof ist ein Pfarrdorf und dem Besitzer des Rittergutes stehtdas Patrouatsrecht auf Pfarrei und Schule zu. Das Gut selbst be-steht aus einem großen, sehr ertragsfähigen Oeconomiegut mit einervom Landmarschall Georg von Riedesel errichteten Brauerei und mitbeträchtlichem Walde. Die Bewohner des Ortes standen bis 1848 imGerichts- und Grundholdenverbande zur Gutsherrschaft, in welchemJahre Gerichtsbarkeit und Dominikalien abgelöst wurden. Die Jagdist dem Rittergutsbesitzer geblieben.
Die alte Kemmathe in Neuenhof ist längst abgebrochen und stattdessen bestand daselbst ein kleines, nur als Sommerwohnung tauglichesWohnhaus, das der jetzige Besitzer Georg von Rotenhan in neuesterZeit theilweise niederreißen und an dessen Stelle ein stattliches Schloßaufbauen ließ, welches am 17. Oktober 1864 eingeweiht und von ihmbezogen wurde.
165. Lauchröden, gleichfalls im Werrathale, eine Stunde vonNeuenhof entfernt, ein Dorf, in dem sich drei Rittergüter befinden.
Das erste derselben, zu dem bis 1848 die Gerichtsbarkeit überden ganzen Ort gehörte, ist von Alters her Eigenthum der Familievon Heerda, die daselbst ein Schloß besitzt, was sie bewohnt.
Das zweite — das Kemmathenrittergut genannt — ein Oecono-miegut mit alter Kemmathe, gehörte früher den Familien von Reckrodtund von Heerda gemeinschaftlich und wurde von diesen an den Land-marschall Georg von Niedesel verkauft, der eS zu dem seiner Fraugehörigen Gute Neuenhof schlug, so daß es nach seinem Tode dieserallein zufiel. Durch den oben bei Neuenhof angeführten Erb- undKaufvertrag vom 1. Oktober 1856 kam es mit Neuenhof an deren