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sich mit rechter geistiger und körperlicher Frische den dortigen Geschäftenwidmen. Er unternahm auch von dort noch eine Geschäftstur nachBreslau und besuchte auf seinem Rückweg unseren Neffen, Grafen vonGarnier zu Turawa in Oberschlesien, wo man über seine Heiterkeitund Frische sehr erfreut war. Am 6. Juli kehrte er von dieser Tnrnach Buchwald zurück und präsidirte Tags darauf in der großen Ver-sammlung des Bibelvereins, ohne irgend eine Ermüdung oder An-strengung zu empfinden. Noch am 9. schrieb er mir einen ausführlichenBrief über dieß Alles und beschrieb mir die vielen dortigen Geschäfte,fügte auch bei: „Ich befinde mich Gottlob sehr Wohl und arbeitsfähig.Dabei genieße ich doch auch sehr das herrliche Erdenfleck, das uns hierzugefallen ist." — Tags darauf besuchte er mit seiner Frau mehrereFamilien der Nachbarschaft und brachte den Abend heiter im Kreiseseiner Familie zu. — Als am 11. früh seine Frau erwachte, fand sieihn ruhig und sanft schlafend, ein Bild der Gesundheit und des innernFriedens. Wie aber noch ihr Auge mit wahrer Freude auf ihm ruhte,sah sie auf einmal mit Schrecken, wie sich plötzlich sein Gesicht hochröthete, das Blut drängte mächtig nach dein Kopfe, er athmete tiefund schwer, seine Arme hoben sich hoch und sanken sofort kraftlosnieder, ein Schlagflnß hatte sein Leben geendet! Im friedlichen Schlafehatte Gott der Herr seine Seele zu sich genommen. Diese fromme,gläubige und in der innigsten Liebe mit dem Herrn verbundene Seelebedurfte der Erweckuug durch Krankheit und Todesahnung nicht mehr.Sie war zu jeder Stunde bereit, vor dein Throne des Ewigen zu er-scheinen, und Gott der Herr, der mit besonderer väterlicher Liebe dasLeben Hermanns zu einem reich beglückten gemacht, wollte ihn in seinerunendlichen Gnade vor allen Schmerzen und Schrecknissen, die dasScheiden von den Lieben, die Krankheit und Tod mit sich führen,bewahren. Wie Hermann uns Allen, die wir ihm nahe standen,durch's ganze Leben als der besondere Liebling Gottes erschienen war,so mußten wir auch in seinem Tode Gottes reiche und besondersgnädige Vaterliebe für ihn erkennen und im tiefsten und erschütterndstenSchmerze Ihm, dem Allgütigen, unsere Dankesopfer bringen.
Ich war daheim und hatte keine Ahnung von dein, was derMorgen des II. Juli gebracht. Dem Wunsche meines Bruders zufolge,hatte ich mich seit der Rückkehr vom Landrathe ausschließend mit unserem