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2 (1865)
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meinem Schwager dauerte nicht lange; im Jahre 1846 hatte ich dentiefen Schmerz, ihn dnrch den Tod zu verlieren, worauf seine Wittwemit ihrem Kinde, dessen Vormund ich wurde, ganz in unsere Familiezog. — Im Jahre vorher war uns ein dritter Sohn — Wolfram —geboren worden, und in den beiden letzten Jahren unseres AnsbacherAufenthaltes hatte ich das mir in der Theilung mit meinem Bruderzugefallene Schloß Eyrichshof restauriren lassen, in das ich im Jahre1847 meinen Einzug hielt.

Zu Ende des Jahres 1847 wurde ich zum Regierungs - Directorund Consistvrial-Vorstand in Bayreuth befördert, und trat beide Stellenin den ersten Tagen des Jahres 1848 an. Mit dieser neuen Be-förderung endete der schöne und befriedigende Theil meiner staats-dienerlichen Laufbahn. Bis dahin hatte ich mit meinen Vorgesetztenin der schönsten Harmonie gelebt, genoß ihre Liebe und ihr Vertrauen,und erfreute mich einer, weit über mein Verdienst gehenden Auszeich-nung der mir vorgesetzten Minister, wie insbesondere des KönigsLudwig, der mir sein Wohlwollen bei jeder Gelegenheit aussprach, unddessen besonderer Gnade ich auch meine schnellen Beförderungen zuverdanken hatte. Auch mein Geschäftsleben war bisher in allen Stufendes Staatsdienstes, den ich bisher durchlaufen hatte, ein überaus an-genehmes und befriedigendes gewesen. Von allem Dem trat nun dasGegentheil ein. Das Alles erschütternde Jahr 1848 brachte auch unterden Cvnservativgesinnten sofort zwei Hauptrichtungen, die sich in ihremStreben diametral entgegenstanden. Während die Einen das großedeutsche Vaterland über das spezielle Land stellten, dem der Einzelneangehörte, und als nothwendig erkannten, daß jede Spezialregierungzur Erreichung deutscher Einheit und Macht wie zur SelbsterhaltungOpfer bringen müsse, — hatten die Anderen nur das particulareInteresse des Eiuzellandes im Auge und waren zu Opfern für dasgroße Vaterland nur insoweit bereit, als dadurch die Macht der Einzeln-regierung uud die Selbststäudigkeit des engeren Vaterlandes nichtgeschwächt werde. — Ich gehörte zur ersteren Richtung, die der michvon Jugend auf durchdringenden Begeisterung für mein deutsches Vater-land so ganz entsprach, und in meiner Stellung als Regierungs-Director, wo ich oft — wenn mein Präsident vom Sitze der Regierung