Ehe mit Bcrcngar Grafen von Lare verhcirathct war, an ihrenSohn, den Grafen Otto von Grieben. Dieser starb bald nach 1209.Seine Tochter Luckarda brachte ihrem Gemahl, dem Grafen Ulrichvon Regenstein, die auf der Südseite der Ohre gelegenen väter-lichen Besitzungen zu. Ottos Wittwe aber heirathete GcbhardEdelcn von Arnstein, nachmaligen Besitzer der Herrschaft Nuppin,welcher die Grafschaft Grieben und die in derselben belegencn Erb-güter Ottos (oomioiaiu et omusur ^ropmiotatem Gttorüs eisLUam), die durch jene Heirath aus ihn gekommen sein müssen,später (aber vor 1220) an den Markgrafen Albrecht II. von Bran-denburg veräußerte/ und im Jahre 1314 wird die Grafschaft Grieben,unter diesem Namen, als Bestandtheil der markgräslichcn Besitzungenaufgeführt').
Die Grafschaft Seehauscn oder Sommerschcuburg^), welcheaus Theilen des Nordthüringaus und des Derlingaus bestand, erstrecktesich von der Grafschaft Billingsho gegen Westen bis an die jetzigeGrenze des Herzogthums Braunschweig und zum Theil noch darüberhinaus, im Norden bis an die Ohre, im Süden bis an die Bode.Diese Grafschaft wurde von dem Kaiser Heinrich III. im Jahre 1052an das Bisthum Halberstadt abgetreten, von den Bischöfen aber anVicegrafen verliehen. Als solche zeigen sich im 12. Jahrhundert dieGrafen von Sommerschenburg, Pfalzgrafen zu Sachsen, und nach derenums Jahr 1178 erfolgten Ausstcrben der Graf Dietrich von Groitsch.Nachdem dieser zu Anfang des 13. Jahrhunderts gestorben war, ver-walteten die Bischöfe die Gerichtsbarkeit in eigener Person, stui Jahre1253 wurde die Grafschaft durch den Bischof Ludolph zu Halberstadtden Markgrafen Johann und Otto von Brandenburg abgetreten P,
0 Vergl. Wohlbrück/ Geschichte der Altmark S. 63 u, folg.
2) Den Namen S om mer sehen bürg erhielt die Grafschaft nach ihren Inha-bern , den Grafen von Sommcrschenburg und Besitzern dieses Schlosses. Später wurdeder Name der Hauptdingstättc, See Hausen, auf sie übertragen.
2) Uebrigens besaßen die Markgrafen bereits früher Erbgüter in der Grafschaft(Riedel, Cod. III, 1, 2).