Zweite Abtheilung.
Urgeschichte des Geschlechts von Kröcher.
I. Herkunft und Stammsitz.
ie ältesten Mitglieder des Geschlechts von Kröcher treten in derGegend von Magdeburg auf. Soweit sich bisher hat ermittelnlassen/ wird der Name Kröcher urkundlich zum ersten Male genanntim Jahre 1184, und zwar in einer zu Ammensleben unweit Magde-burg ausgestellten Urkunde des Grafen Otto von Grieben'). Dann,nach Verlauf eines Zwischenraums von 54 Jahren, erscheint ein Mit-glied des Geschlechts in zwei Urkunden des Klosters Berge bei Magde-burg aus den Iahren 1238 und 1239. Demnächst vergehen 34 Jahre,bevor Urkunden wiederum des Namens Erwähnung thun, darauf aber,also in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, werden die Nach-richten reichhaltig und es wird auch schon die Sonderung des Ge-schlechts in eine magdcburgische und eine märkische Linie be-merkbar.
Die ältesten urkundlich erwähnten Besitzungen des Geschlechtsvon Kröcher sind folgende:
1. Zwei Hufen zu Völpke im Kreise NeuhaldenslebcnI 1257,
2. Hebungen zu Groß-Schwcchten bei Stendal 1282,
3. Eine Hufe zu Haseldorf bei Aschersleben 1293,
9 Die Nachricht, welche wohl zuerst Entzelt in seiner altmärkischen Chronikv. I. 1579 gebracht und spätere Autoren ihm nachgeschrieben haben, wonach dieKröcher nebst vielen anderen alten, namentlich aufgeführten Familien unter Carl demGroßen in die Mark gekommen sein sollen, gehört in das Reich der Fabel.
2) Besitzung der Ehefrau Albrechts (3.) v. Kröcher, nach einer Urkunde von1288 verkauft ums Jahr 1257.
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