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Pragmatische Geschichte des Hauses Geroldsek, wie auch derer Reichsherschaften Höhengeroldsek, Lahr und Mahlberg in Schwaben : mit 213 Urkunden
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Urkunde I.XXXIV.

men, wie oann vnsere Vorderen vnd wir das alles vnd yedeS besonnder habent innegehab?

besessen vnd genofftn, vnd vss vnö ist kommen, an dem allem der vorgenante vnser gene.

diger Herre der Margrafe, siner Gnaden Erben vnd Nachkommen, den halben Teil vondem egemelten verkauften halben Teil, das ist ein Vierteil der gantzen Herrschafft, vnddie Stat Straßburg den anderen halben verkoufftenTeil, das ist ouch einVierteilder gan-tzen Herrschafft, in rechter Gemeinschaffc der Lüre vnd Güte, vngemlr, mixvns vnd vnftrn iLrben vnd Nachkommen. ouch zu rechter Gemeinschafftenvnd ungeteilt der Lüte oder Güte haben sollent.

Wir habent auch daruff die Schultheißen, Gerichte, Burger vnd Gemeinde, bey.de rich vnd arm gemeinlich, in den egenanten Stetten vnd Slossen, ouch in allen vndjeglichen Dörfferen vnd Gebieten zu der Herrschafft Lore vnd Malberg gehörig, thün hubden vnd sweren, liplich zu Gott vnd den Heyligen, dem egenanten vnserm Herren dmMargrafen, vns Grase Jacoben vnd ouch vnseren Fründen der Stat Straßburg, ge.trüwe, holt vnd gehorsam zu sin, als ungeteilte Lüte vns gemeinlich für ir MchHerren zu haben vnd vnser jeglichs Teils Nutz undFromen zu sürderen, vnd ouch vnser jeglichsTeils Schaden zu warnen vnd zu wenden, so verre sie können oder mögen, vnd ouchvnsgemeinlich alles das zu thun, was sie der Herrschafft Lare vnd Malberg von Alter har schul,dig vnd verbunden gewesen vnd noch sint zu thün, getrüwelich vnd vngeuerlich.

Vnd wie wol vns der übrige vnuerkoufte halbe Teil derselben Herrschafft zugehört,so sollent doch wir oder vnser Erben nit Macht haben , hinfürter in derselben HerrHafftdehein Schultzen noch Gerichtzman zusetzen noch zu entsetzen, ouch dehein nüweGebottoder Verbott oder Beswerünge, in derselben Herrsichasst Gebiete fürtzunemen, dann mitdes vorgenanten vnsers Herren des Margrafen vnd Meister vnd Rats zu Straßburg, oderirer Erben vnd Nachkommen, Willen vnd Gehelle. Deßglich sol ir dehein Teil, Mchsouch nit Macht haben zu thun, one vnftrn oder vnftrer Erben Willen vnd Gehelle; wannalle Schultheißen vnd Gerichtz-Lüte in der egenanten Herrschaft sollent gemein sin. Abervnftr jeglicher Teil mag einen ssnndem Ampkman oder Schaffner haben, vnd den sehenvnd entfttzen, wann vnd wie dicke es ime füget, one Intragck des andern.

Vnd ist solicher Kouff gescheen umö drissg thuftnd guter Rünischer Gülten , dar.von von vnftrm genedizen Herren dem Margrafen fünszehen thuftnt, vnd von Meißervnd Rat der Stat Straßburg ouch fünszehen thuftnt Guldin, wol geweret vnd bezalt sint,damit uns benüget.

Vnd daruff so sollent vnd mögsnt die vorgenanten Kouffer, ire Erben vnd Nachkam«mm die vorgerürte Herrschassten, mit allen Nutzen vnd Herrlichkeyten, zu den Teilen alsvor ist gemeldet, mit vns vnd vnftrm Erben vnd Nachkommen in rechter Gemeinschaft,als vorberürt ist, innehaben vnd nyeffen, glich andern irm Herrschaften, Lüten vnd Gü-ten, alldiewile sie nit von ine wider gekaufft vnd gelediget werdent, in nachgeschribemForme. Item, wir habent vns ouch geeynet mit denselben Kouffern, in den vorgemel-ten Sketten vnd Schlossen Burgsridm getrüwelich vnd vngeuerlich gegeneinander zu hal.