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Urkunde I.XXXII.
men so ist von der genanten vnferer gnedigen Frauwen von Geroltzeck wegenn, Begenman vnß gelangt, ir von dem gemeltenHouptbrieff gleuplich Vidimus vnder vnser StatrIn-gesigel zu gebende, die vnö beduchren zimlich, iren Gnaden nit abzusingende sin, habendalso denselben keyserlichen Houptbrieff demutiglich zu vnsernn Handen empfangen vnd gese^hen gantz gerechte, an Schrifft vnnd Jnsigel onuersert, onvermoset, oncantzellirtt, allerGebrech onargwenig , den durch vnß vnd vnsern geswornen Stattschreyber lassen verlesenvnd verhörte dissem gegenwerttigen Vidimus glychlutend, von Worte zu Wortt also her^nachfolgend ist.
Wir Friderich von Goes Gnaden Romischer Reyser, zu allen Zykten Merdes Richs, Hertzog zu Osterich, zu Stier, zu Kernnden vnd zu Crain, Graue zuTyrol:c. bekennene vnd thun kunt allermeniglich mit dissem Brieff, daß für vnnß kommen ißder edel Dedoltt von Geroltzech, vnnser vnd des Nichs lieber getruwer, vnd hett vimßdemutiglich gebetten, daß wir ime dise nachgeschrieben Lehenn vnnd Dorfferch mit NamenZunßrvilr, Schutterrvaltt vnd L"liddernburn mit allen iren Zugehorungen,Zwi/n-gcn vnd Pennen, Halßgericht, Gerichte, Melden, Wonne, Weyde vnd den Wiltpandaselbs, die von vnnß vnd dem heyligen Riche zu Lehenn ruren vnd vormals sin Wemvnd Fordern, von vnsern Vorfaren am Riche, zu Lehen empfangen, vnd redelich vsf inebracht haben, zu uerlyhen gnediglich geruchten.
Des haben wir angesehen solich des vorgenanten vonGeroltzecke zimlich Bete, auchdiean.nemen vnd getruwen Dinste, die sin Vordem vnd er uns vnd dem Riche, offtt vnd dick, wil-liglich gethan haben , vnd er inn künffttig Zytt auch wol thun mag vnd soll, vndhabent darumb, mit wolbedachten Mute, gutem Rat vnd rechter Wissen, dem obgcnan-ten DcbolttM von Gerolyecke die obgenanten Dorffere vnd Lehen; mit allen iren Her«lichkeitten vnd Zugehorungen, wie darm die sin Elttern von Geroltzecke vnnd er, vonvnnßvnd vnsern Vorfarn am Riche, zu Lehen gehapt vnd herbracht haben, zu Lehen gnediglichverlihen, lyhent ime die auch also, von Romischer keyserlicher Machtte, inn Crafftt dißBriesss, was wir ime dann von rechtswegen daran verlyhen sollen vnd mögen, die msurbasser von vnß vnd dem heyligen Riche zu Lehen zu haben vnd zu haltten, der zu gebro-chen vnd zu genießen, als soljcher Lehen Recht vnd Herkamen ist, onschedlich doch Mißvnd dem Riche, an vnser Lehenschafftc vnd Diensten, vnd sünst yderman an ssnen Rechten.
Vnnß hatt auch der obgemeltt von Geroltzecke darvff gewonliche Glübde vnd Wegethan, vnß vnd dem Rich davon getruwe, gehorsam vnd gewerttig zu sin, als solicherLehen Recht vnd Herkommen ist, on Geverde. Mit Urkund diß Briesss versigeltt mitm-serm keyserlichen Jnsigel. Geben zu der Nuwenstatt, nach Crist Geburtt viemehcnhundert vnd im funfs vnd funfsizigisten Jare, an Mitwoch nach sant Bartholosmeus Dag, vnserS Richs im sechtzehenden vnd des Keyserthumbs im vierdenn Aare.
Vnd stund vndenan vff demselben Brieff des Spaciums geschriben ad mandatuinDni Imperatoriö VlricuS Weltzli Vicecancell. .