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Pragmatische Geschichte des Hauses Geroldsek, wie auch derer Reichsherschaften Höhengeroldsek, Lahr und Mahlberg in Schwaben : mit 213 Urkunden
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Urkunde VII.

VII.

Vertrag Heinrichs und Walthers derer Gebrüder, Herren

zu Gereldsek.

^299.^

ir Heinrich vnnd N)alrher Gedrüdere Herren von Gerolyeche vber Ahin,thunt khundt allen den die diesen Brieff anesehent oder hörent lesen, daß wir vmbealle die Missehelle, vndt den Bresten, vnnd vmb vill Aezunge, so wir gegen ein-ander hettend, oder haben möchtendt vntz heute an diesem Tag, von welcher Hände Es-chen es wehre, mit lipliche vnnd guetliche, mit vnscr beder Willen, vnnd mit vnsererFreunde Rathe, geschlichtet vnnd gerichtet, also, daß vnsere Lehen alle die wir handt, sol-lent belieben, vnnd soll vnser jedtwedere dem andern vnd seinen Gehens-Erben seine Lehenliehen, vnnd soll sie von ihme empfahen, vnnd sein Mann darnmbe sein, vnnd wo dereverstirbst ohne Lehenserben, so soll der andere die Lehen alle allein han. Wir sollent auchvnser Eygen vnnd vnser Erbe, einander teydickliche geben, Zu rechter Gaben vnwiederthun-liche, . .... daß vnser jetwedere das Eygen, vnnd das Erbe, das ihme gebenwürdt, dem andern, vnnd sinen Lehens-Erben liehen soll, zu einem rechten Eibe, vmbeein Pfundt Pfenninge Zinses, jerliche zu geben, zu einem Vrkhundt, daß das Gutt sinsey, vnnd daß er es von ihme zu einem Erbe habe.

Die zwo Vesten Swannowe vnnd Landecke, die Bürge, sint vßgenommen.Mit der Bürge zu Srvannorve soll ich Malther thun alles das mir stieget , ohnemi-nes Bruders Heinriches Widerrede« Ich Heinrich soll auch die Bürge zu Landeckenyt vffen gebene en weck geben; wände ist, daß ich es bedarff, so soll ich sie verkaufn oderversetzen, vnnd soll sie vor erste bieten minem Bruder Malthere, oder sinen Erben. Wel-lent mir die darumbe geben, also vietl, als andere Lüte, ich soll es ihnen baß günncn,danandern Lütten; wolltent sie das nit, ich soll sie verkauften vnd versetzen andern Lütten, ohneGeuehrde, ohne seinne vnnd seiner Erben Wiederrede.

Vnnd daß diese Scheydunge, als sie an diesem Brieffe geschryben stat, ganß belybe,vnnd stette si) ewigkliche, so gyb ich Heinrich der vorgenante Here von Gerolyecl,vnnd hann gegeben zu rechter Gaabe, vnwiederthunliche, lydickliche vnnd mit alle ,lVabther minem Bruder dem vorgenanten, vnnd sinnes LibeS Erben , vnbezwungenliche vnndmit guttem Willen, von miner Hand in sine Handt, all das Eygen vnnd alles das Elbe,das ich han, es jy zu Lahre an der Bürge vnnd an der Statt, an Leuthen, vnnd anGutte, vnnd anders mehr, wo es gelegen ist, vnnd han auch alles Eygen , vnnd das Er-be, das ich hatte von ihme empfangen, vmbe einen Zinß, der da vorgeschrieben statt, densoll ich ihme jerlichs geben zu St« Martins Meß, zu eine Vrkhunde, daß ich alles dasEygen, vnnd das Erbe von ihme habe zu einem rechten Erbe, vnnd daß die Eygws'Wdes Guttes sein sy. '