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Urkunde i.
Aber die von Stroßburg, welchen sie gewolt vnter denen so nit geflohen, haben sie zutod geschlagen, vnd die andren mit inen gefencklich in die Stat gefiert. Nachdem send dievon Stroßburg des andren Morgens vß der Stat vff den Platz dess Streites gangen, dietodtenn Corper zu berouben vnd vsszuziehenn vnd was einem yeglichen gefallenn, hat ermit im heimgetragen.
Als nun die Stroßburgerischen vff dem Streitplatz hin vnd wider liessen, die todtenCorper vsszuziehen, hat sich begeben daß einer vss der Stat ein Reißigen, so köstlichen an-gethan gewesen , gefunden vnd gesehen, daß er noch ein wenig lebte, vnd in gefrogek, werer sig, der Reisig hat gcantwurt, er sige des Bischoffs Bruder den man nent einen Vogtim Elsas , vnd hat sich mit demselben wider vff die rechten Seltenn gelegt vnd zu demStroßburgischen gesagett: O mein guter Fründ, möchtstu mich an ein sicher Ort bringennvnd das Leben behalten, ich wolt dich mit grossen Goben begaben. Daruff hat im derStraßburgisch geantwurt, furwar sage ich dir : viel lieber wolt ich daß ich von Stund anstürbe, dann dich lebendig zulassen; vnd mit demselbigen den Reißigen vollents zu todege.schlagen vnd erstochen.
Als er ime nun die Waffen, Bantzer vnd anders so er angehöpt,bis vff die Hemdabtzogen, hat er ettliche kostliche Ring vnd Geschmick an den Henden gehept, vnd gedocht,so er lenger da blibe, daß er ettwan in ein Vnglück keme, vnd hat dem Reisigen die Hendabgehowenn, auch also gestimelt ligen lasen vnd beide Hend mit im in die Stat getrage.Also haben die von Stroßburg ettliche todte Corper so sie beroupt vnd vßzogen haben vffdem Veld lassen ligen, ettlich inn Statt lassen fiercn.
Die vberigen so sie gefangen vnd mit inen in Stat gefiert, haben sie gefencklich inneiner Kirchen, mit Fussysen, gehalten vnnd die Venster vnd Thüren wol vermacht, alsodaß keiner hat können haruss komm, vnd niemantz zu inen hinein , vssgenomen die so vffsie zu warten verordnet send; vnd send der Gefangnen vff achtzig gewesen, on die so m-komen, deren Zal hat man kein Wissen.
Do nun das zergangen, hat Bischoff ein groses Nachfrogen gehcpt seins Bruders,vnd nach dem vff der Malstat lassen suchen; ist er zu lest mit abgehouwen Henden fundenworden, den er sampt andren so vmbkomen, inn einSpittal, Dorletz genanthat lassenren, vnd sy doselbst verordnet zu begraben.
Nachdem feint die von Stroßburg ann sollichem Sig nit beniegig gewesen, sonderdes Herren von Geroltzeck vnd des Bischoffs, ouch deren Mithelffer Lender, Hab vnd Gü-ter mit Roub, Vermiesten vnd Verbrennen verhergert vnd entwert. Harwiderumb der Bi-schoff von Stroßburg inen vnd iren Mithelfferen ouch gethon, also daß das Feur alle Dingvertzerte vnd das Schwert das Fleisch der Menschen verschluckte. >
Dwil aber nu das Glück inn sollicher Bassier den beiden Parthien gehildt vnd durchdie Finger sieht', will doch zu letst die Gottlich Miltigkeit gedochten strittigen Menscheneltwas Mittels erdencken, domit es zu Ende gebrocht wurden, vnd hat dem Bischoss ^Kranckheit zugesant, daran er ouch gestorben. Got gnad der Selen Amen.
Also hat der Streit vff der einen Seitten sein End empfangen.