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Pragmatische Geschichte des Hauses Geroldsek, wie auch derer Reichsherschaften Höhengeroldsek, Lahr und Mahlberg in Schwaben : mit 213 Urkunden
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II.Abschnit, I.Capitel.

Wird mit ge-wafnslerHand dererLehne unddes Eigen-thumes ent-setzet n. 16Z5.

Anna Mariasuchet verge-bens Hülfe.AWM.Frie-derich zuBa-den erhieltedieselbe beidem West-phalifthenFrieden.

§. LXXVIII.

In dem September des Jahres 16Z5 aber schlugen auf einmahl alleWetter über dieser in dem betrübtesten Witwenstande lebenden und auf allenSeiten verlassenen Erbtochter zusammen. Zu der Zeit, als der General Gal-las ein starkes Kriegesvolk nacher Burgund führece und mit demselben dreiTage lang bei der Stadt Lahr stehen bliebe, brachte der Graf von Cronberg,welcher eine Anwartschaft auf die Hohengeroldseckische so Reichs - als Oester-reichische Lehne erhalten hatte, es dahin, daß die Oesterreichische Regierungzu Breisach den Schluß fastete ,> ihn in solche Lehne einzusetzen. Dasselbewurde der Frau Wittib den Abend vorher bekant gemachet, als es den Mor-gend darauf geschehen solte. Sie harte also nicht die allermindeste Zeit sich zufasten, sondern muste alle Augenblicke anwenden, um nur ihre Person, mitder besten Fährnis, soviel sie davon in der äusersten Eile fortbringen konce,nacher Skraßburg in Sicherheit zu setzen. Die Execution gienge vor sich,und nicht nur die Lehne wurden ihr entrissen , sondern auch alle, und jede Allo.dien, nicht das mindeste ausgenommen, ohnerachtet dieselbe lange vorher,denen Oesterreichischen Stellen, durch eine documentirte Vorstellung warenbekant gemachet worden. Das wäre hart, aber zu damahligen Zeiten gegendie verlassene Wittib eines Generals, der unter denen Schwedischen Völkerngedienet hatte, eben nicht unerhöret. Das Schreiben der OesterreichischenRegierung an die Wittib, und die Signatur, welche bei der gedachten Ent-setzunge denen Hohengeroldseckischcn Beamten wäre ertheilet worden, verdie-nen bei diesem Theile derer Geschichte des dreisigjährigen Krieges einen merk-würdigen Plaz. sUrk. E^XXXIV und LI.XXXVI

§. exxix.

Die Thränen welche durch dieses Versahren der Wittib ausgepressetwurden, waren nebst aller der Mühe, so sie sich zu ihrer Retrunge gäbe, insolang fruchtlos, bis sie durch die anderweite Heurath mit Marggrav Frie-derich dem V zu Baden einen mehreren Schuz bekäme. Die qlükselige Zei-ten des Westphälischen Friedens naheten heran , und es gediehe dahin, daßdemselben der bekäme §. ve daronatu ckiolieriAerolclseeX einverleibetund vermittelst desselben verordnet wurde, daß man die Sache binnen zweienIahren untersuchen solte, und wan alsdan die Frau Marggrävm ihr Recht

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