Goethes Lieblingsplatz über Kronberg.
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abziehenden französischen Besatzung in die Luft gesprengt. Mithinkönnen hier nur einige abgerissene Erinnerungen niedergelegt werden.
1726. Kronberg wird durch eine grosse Feuersbrunst heimgesucht;über 100 Baue werden in Asche gelegt.
1740. Die Kette des Ziehbrunnens auf dem Schlosse, in der altenKüche des Flügelstamms, war so ausgelaufen, dass der Eimer fast täglichin den Brunnen fiel. Die neue Kette war 6 Klafter und etliche Schuh(über 12 Meter) lang, was auf eine bedeutende Tiefe dieses urältestenBurgbrunnens hinweist.
1770. Das Dach der Schlosskapelle wird als gänzlich verfault gemeldet.
So muss der Aufenthalt im Burghofe schon im Jahre 1765 nichterfreulich gewesen sein, als der sechzehnjährige Sohn des kaiserlichenRathes Goethe aus Frankfurt sich dort umsah. Er berichtet darüber in„Wahrheit und Dichtung:"
„Durch zufällige Anregung, sowie in schöner fröhlicher Gesellschaftstellte ich in diesem Jahre manche Wanderung nach dem Gebirge an,das von Kindheit auch so fern und ernsthaft vor mir gestanden hatte.So besuchten wir Kronburg, bestiegen den Feldberg, von dem uns dieweite Aussicht immer mehr in die Ferne lockte; da wurde auch König-stein besucht und alle die Plätze beschäftigten uns mehrere Tage. Ichfloh die einförmige Fichte, dagegen suchte ich jene schön belaubtenHaine, die sich zwar nicht weit und breit in der Gegend erstrecken, dieaber immer doch von grösserem Umfang sind. In der grösseren Tiefedes Waldes hatte ich mir einen ernsten Platz ausgesucht, wo die ältestenEichen und Buchen einen herrlichen grossen beschatteten Raum bildeten.Etwas abhängig war der Boden und machte das Verdienst, der altenStämme nur desto bemerkbarer. Rings an diesen freien Kreis schlössensich die dichtesten Gebüsche, aus denen bemooste Felsen mächtig undwürdig hervorblickten und einem wasserreichen Bache einen raschenFall verschafften. Hier fand ich mich wohl." Des Ortes Kunde hatsich verloren.
Wo aber hat Goethe in Kronberg verkehrt? Diese Frage lässtsich aus seinen Schriften nicht beantworten ; dagegen finden sich anderswoAnhaltspunkte.
Im Frankfurter Intelligenzblatt vom Jahre 1769 findet sich folgendeAnnonce: