Der Stamm Kronberg ist erloschen.
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bare Männer. Ihrer acht verschlang der dreissigjährige Krieg. Stattder stammhaltenden Aeste trug der Geschlechtsbaum schwächliche, über-zahlreiche Notfrüchte, die unreif abfielen. Von 14 Männern der XIII undXIV Geschlechtsreihe, hatten 5 keine Kinder, 4 nur Töchter. Zuvieltüchtige Kraft wurde zwecklos von den geistlichen Stiftern und Ordenaufgesogen, die vermittelst der Gegenreformation ängstlich gehegt werdensollten um dem Adel in Franken und am Rhein blühendes Vermögenund dadurch Fortbestand bis ans Ende aller Dinge zu sichern. Be-trachtet man dazu, in den jüngeren Geschlechtsreihen, die regelmässigenWechselheiraten mit Familien die, wegen der unglückseligen Stiftsfähig-keit, ihrerseits ebenfalls ängstlich im engen Kreise rein gezüchtetwurden: acht Heiraten allein in zwei Jahrhunderten mit den Dalbergs!so erscheint der Kronberge Ausgang fast naturgemäss notwendig.
Um das reiche Allodialerbe trat abermals ein scharfer Wettbewerbauf; die Sieger waren drei Enkelkinder der zwei Schwestern JohannSchweikards II: Johann Ernst Boos von Waldeck und seine SchwesterJuliane Barbara, Wittib und Freifrau Waldecker von Kempf zur einenHälfte, zur anderen Johann Ferdinand Freiherr von Kerpen. Es fandsich, nach dem Notariatsprotokolle, viel baares Geld vor, dazu reich-licher Hausrath und gutes Wirtschaftsinventar. An Gemälden: dieSchlacht von 1389, Haus Iben, Hartmut XII, der Kurfürst, der Deutsch-meister, die beiden Grafen. Nur die beiden ersten sind erhalten. DerAllodialbesitz lag in und vor weit zerstreuten Orten. Zu Kronberg:die bekannten Stücke. Johann Nikolaus hatte so lässig auf seinen Be-sitz geachtet gehabt, dass er einen kaiserlichen Lehnszehnten vor Stein-bach in der Wetterau überhaupt niemals mutete. Schon vor seinemTode, 1703, war dieses Lehenstück dem Reichshofrath Veit Franz vonReigersberg verliehen worden. Die von Hartmut XII an Hessen auf-getragenen sechs Hufen vor Eschborn waren dort „unauffindbar;" ver-mutlich waren sie 1692 als Allodium verkauft.
Lehnsnachfolger zu Hohlenfels wurde Hugo Freiherr Waldeckervon Kempt. Im Jahre 1713 Hess er den jetzt noch stehenden undbewohnbaren Teil des Schlosses h 3 neu aufführen. Er bepflanzte denAbhang des Burgberges mit 200 Obstbäumen aus Kronberg, die einereiche Ernte sprachen „wenn es rathen solle." Allein auch dieser Lustwurde, mit des Vasallen unbeerbten Tode am 21. Oktober 1753, ein