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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Damalige Reichsjustiz. Kraft Otto als Oberst.

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vor dem die Sache verhandelt und entschieden werden solle, undlediglich durch diese vom Kammergerichte an den schwäbischen Kreis-ausschuss abgegebene, dann vor Kaiserlichen Kommissarien und vormReichshofrath hin und hergezerrte Zuständigkeitsfrage wehrte Kronberg,mit erzherzoglich österreichischer Unterstützung, die Herausgabe desEigentums über vierzig Jahre lang erfolgreich ab. Der Kaiser Leopold Iwar allerdings gerechter gesinnt. Im Jahre 1667 erkannte er eineCommission und einen Verhandlungstermin. Im folgenden Jahre haternicht ohne Befremden vernehmen müssen, dass hiezu deinerseitskheine Vollmacht erteilt worden." Er lässt einen neuen Termin ansetzen,dabey wir uns gnädigst versehen, du werdest . . . auch dich im übrigennicht wie vorhero beweisen und eraignen," sondern Vollmacht bestellen.Cronenberg aber wusste die gerechteste Absichten dieses Kaisers zuvereiteln. Ja, er wusste sich sogar in den Stand zu setzen: als Landes-herr die Burg Hohengeroldseck gegen den Allodialfeind (Baden) seinesLehnsherrn Oesterreich mit bewaffneter Hand zu verteidigen.

Mit Patent vom 27. Oktober 1671 verlieh ihm der Kaiser,ingnädigster Anlehung seines und seines Vaters und Vetters (JohannPhilipps X) Uns und dem heiligen römischen Reich geleisten treuenKriegsdiensten den Oberstentitel." Kaiserlicher Rat und Kammerherrwar er bereits. Im darauffolgenden Jahre, 1672, wurde seine Mutter,die verwittwete Markgräfin von Baden, darum bittlich, dass ihr Sohnwirklich accomodieret" und ihmein Regiment conferiret werde."Dieses bescheidene Gesuch wurde indessen allergnädigst abgelehnt.

Im Jahre 1674 wurde die Verlegung einer kaiserlichen Garnisonnach Hohen-Geroldseck beschlossen und über Gutachten des Hofkriegs-raths dem Obristen Grafen Cronberg, auf Grund seines Lehensbriefes,in welchem erewig Oeffnung gegeben" das Commando anvertraut."

Nach langen Verhandlungen wurden dem Grafen Cronberg, 1678,150 Mannkaiserliche Völker" zugewiesen; die von ihm,wegen Feindes-gefahr" erbetene Werbung einer Compagnie Dragoner wurde jedochalsbedenklich" nicht gestattet. Vermutlich lag das Bedenken in Kraftsmilitärischen Qualitäten.

Als mit seinem Tode Hohengeroldseck durch Neubelehnung an dieFreiherren von der Leyen fiel, erbten sie den unausgetragenen Streitmit den Allodiaierben; insbesondere auch sämmtlicheexceptiones fori."

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