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Kämpfe mit der ersten Frau, 1653.
wir gezwungen sind, die behörigen Manutenenzmittel in die Hand zunehmen."
Das geschah um eine Zeit als der Ackerbau brach lag, der Bauerverarmt war, und dazu vom Gutsherrn, der selbst nichts mehr besass,mit Fronen und Abgaben überlastet wurde. Die Kronberger sagten sichwohl im stillen: „jungen Edelleuten und jungen Sperlingen muss manbei Zeiten die Köpfe eindrücken." Sie hatten aber damals noch nichtden physischen Mut zum Widerstande, wie ein Jahrhundert später.
Im Jahre 1653 vermählte sich der junge Herr, dessen Erziehungbei der Mutter Markgräfin und dem Stiefvater offenbar misraten war,mit Maria Franziska, Gräfin von Oettingen-Baldern. Schon kurze Jahredarauf bittet diese den Markgrafen Wilhelm von Baden um Schutz gegenihren Ehemann, der sie körperlich mishandelt hat und vor dem sieLeib und Lebens nicht sicher ist. Im Jahre 1660 und 1661 geht sieihren Vetter den Grafen zu Fürstenberg um Beistand an. Sie betreibtihre Scheidung weil eine Besserung ihres Mannes nicht zu erwartensei; sie erwirkt kaiserliche Befehle an diesen: „seine Schwiegermutter,Frau und Sohn nicht weiter zu verfolgen." Der Scheidungsprozesswird einige Jahre vor dem Erzbischofe von Mainz geführt. Im Jahre1667 bewegt der Bischof von Augsburg die getrennten Ehegatten zurVersöhnung. Indessen vergebens. Die Frau trägt 1669 beim Reichs-kammergerichte vor: „Sie könne ihre vertragsmässige Wohnung aufBurg Kronberg nicht benutzen, da dort ihr Gegner, der in Böhmen zubleiben verpflichtet sei, sie und ihre Frauenzimmer mit wörten undwerken auf das allerübelste tractirt, mit Halsbrechen und mit Fensterherauswerfen betrohet" habe .... Auch stehe er in Verdacht, seineSchwiegermutter haben vergiften zu wollen; sie sei auch schwer krankgewesen. . . .
Dass die Fehde eine tötliche war, bis über das Grab hinaus, er-sehen wir aus Krafts letztem Willen, der am 16. Juli 1669 aufgesetzt ist.