Johann Philipp X durch seine meuterischen Kürassiere ermordet, 1637. 585
berg jetzt Gayling) durch zweijährige Feldzüge und die Winterbiwackevor Ehrenbreitstein völlig zu Grunde gerichtet. „Die Reiter habenkeine Stiefel mehr, kein Quartier, kein Geld seit zwei Jahren; sie habenmit hungrigem Bauch und krankem Kopf fechten müssen, und ein solchesvon anderen Regimentern niemals gehört noch verspürt worden." Erbittet um ein Winterquartier und etwas Geldmittel. Die Spanier und
Kaiserlichen hät-ten stets die bes-ten Quartiere. . .„Als nun bei einer Zu-sammenrückung derTruppen das Regi-ment Gayling in derNähe von Bonn zuliegen kam, wurdenvon den Soldaten die-ses Regiments Kir-chen und Häuser er-brochen und geplün-dert. Als einer derRädelsführer durchden Rittmeister Loyin Verhaft genommenwurde, rottete sichdie Compagnie zu-
Maria Sidonias Epitaphin der Stadtkirche Kronberg.
hafteten mit Ge-walt zu befreien.Der Oberst-Lieute-nant von Cronenburgsprengte herbei undversetzte dem Haupt-schreier einen Hiebüber den Schädel. Ei-nige Schüsse streck-ten den Oberst-Li-eutenant zu Boden.Da nun die Meutereidas ganze Regimentergriff, Hess Wertam anderen Tag, 12.März, dasselbe beiBreisig mit seinemRegiment, 100 Pfer-den von dem loth-ringischen Regiment,Wert Hess die An-
sammen um den Ver-
sammt 600 Musketieren umzingeln. Dies wirkte.
Stifter verhaften und henken. Von der Compagnie des Rittmeisters Loy,wo die Meuterei ausgegangen, wurden u. a. 17 Mann getödtet."
Maria Sidonia Brömser von Rüdesheim, die Mutter von Hermanns I(131 K) 6 Söhnen und 5 Töchtern war bereits am 4. Mai 1619 ge-storben und in der Katharinenkirche zu Oppenheim beigesetzt. Ihrkunstreiches Epitaphium, in Marmor und mit bunten Farben leicht an-gelegt, hat sich an der Nordseite der Stadtkirche zu Kronberg erhalten.
Das frühzeitige meistens gewaltsame Ende ihrer 6 Söhne trägt dietragischen Züge eines finsteren unausweichlichen Schicksals.