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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Maria Sidonia an den Kurfürsten wegen ihres Mannes Vorschüsse. 567

wohl genauere Personalien. Dagegen dürfte von der Wittwe dasWenige ausgehen, was für Adam Philipps Andenken in Kron-Poritschengeschah.

Zu Kbell, das zur Herrschaft gehört, fanden sich am Hauptaltarezwei (jetzt übertünchte) Wappen mit folgender Inschrift:

1. Adam Philipp Graf zue Kronberg, der röm. kaiserl. Majestätund churfürstl. Durchlaucht in Bayern General-Wachtmeister und Obristerzu Pferd, 1635.

2. Maria Sidonia Gräfin von Kronberg, geborene Gräfin zu Falken-stein (ohne Jahreszahl).

Ob damit etwa auf eine Stiftung hingewiesen werden sollte? obes einfache Epitaphien waren? ist nicht mehr zu ermitteln. AdamPhilipp Hess seinen grossen Besitz höchst ungeordnet zurück. SeinenSchulden standen allerdings beträchtliche Forderungen aus seinen Dienst-verhältnissen gegenüber. Ob seine Erben die 12,000 Torstenson-Dukatenjemals erhalten? bleibt unbekannt. Seine Wittwe macht im nachfolgen-den originellen Gesuche an den Kurfürsten Max eine andere Forderunggeltend: wegen der neuerlichst angeschafften Kürasse.

Durlagster Hertzog Gnedigster Curfurst und Her ob wol ich armefrauw mich furchte die Künheit zunehmen E. C. D. zu schreiben, sotringt mich aber die nodt, dieweil ich mit hochbedribten Hertz ver-neinen müsen, das nach verflosenen 3 iaren, darinnen ich mein herzlieben Hern nigt gesehen, mit meinen 4 lieben undt kleinen Kindernvon allem dem Unserigen in das elende verdriben, manch traurigezeitong hören musen, die beschwehrnus und undertruckung der cato-lischen kirgen und filier bedrängten: so kombt mir aber iber dis allesdie hochbedribte zeitong, das Got der almectige mich mit meinen liebenkindern in den tribselligen und traurigen witwen und weissen standtgesetz, wilches ich von meines herzlieben hern thiener einen, Got weis,wie mit schmerzen, vernehmen müssen. Und ist doch in meinem elendder grosze trost, das mein herzlieber her so ein cristlich und seiligesendt genommen, sich mit der beigt und heilligen sackrament versehenund Got um Vergebung der sunden von herzen gebeten, welches seinthicke und bitere trenen, so er 4 gantze dag und nagt iber sein backenunaufherlig lassen rinnen, genunsam zeignus geben hat; auch sein biteren

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