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Grabmal mit Kirche wurde 1838 demolirt.
„Der sehr berühmte und sehr edle Herr, Adam Philipp Graf zuCronberg, Herr in Poritz und Florschingen, des sehr erhabenen JohannSchweikard, Erzbischofs und Kurfürsten von Mainz Neffe, Ritter, derKaiserlichen und Königlichen Katholischen Majestät und des Durch-lauchtigen Kurfürsten von Baiern Rath, Kämmerer, Generalfeldwacht-meister und Oberst über Regimenter zu Pferd. Nachdem er für dieReligion Sr. geheiligten Kaiserlichen Majestät, für den katholischen Bundund das Heilige Römische Reich sehr treu und sehr glücklich längereJahre gekämpft hatte, ist er endlich selbst im Jahre des Heils 1634 amfünften Tage des Augusts vom Tode besiegt und ruhet unter diesemGrabmale."
„Ganz unten war zu lesen: Tu viator animae bene precare.Wanderer bete für die Seele." Der 5. August wird der Tag der Bei-setzung sein.
Aber die Stürme der Zeiten sind mächtiger als jedes Menschen-werk. Sie verlöschen und verwischen auch diejenigen geweiheten Orte,die als allersicherste Begräbnisstätten von den Grossen dieser Erdeauserwählt wurden und werden. „Die Augustinerkirche zu Regensburgist seit 1838 völlig vom Erdboden verschwunden. Die Grundfläche istteils zum Neupfarrplatze gezogen, grösserenteils aber mit Wohnhäusernüberbaut. Nur eine kleine neugebaute Kapelle steht auf einem Teilchender alten Stätte. In dieser ist Kronbergs Monument noch nicht gefunden;vielleicht liegt es als Fussplatte unter den unbeweglich befestigten Bänkensicher verwahrt.
Das ganze Gelände des ehemaligen Augustinerklosters dient zurZeit dem Betriebe einer Aktienbrauerei. Unmöglich wäre es dahernicht, dass der Cronberg'sche und andere grosse und kostbare Mar-morsteine zu löblichen biertechnischen Zwecken verwendet sind; wiein einer anderen dortigen Brauerei noch heute prächtige Epitaphienvon Untersberger Marmor, aus der Minoritenkirche, als Malzweichennützliche Verwendung finden.
„Alles hat eine Zeit," lehrt der Prediger Salomo, „und nach seinerFrist geht vorüber Jegliches unter dem Himmel."
Maria Sidonia selbst scheint keinen Anteil an Herstellung desGrabmals ihres Gatten gehabt zu haben; sonst enthielte dieses