Kaiserliche und Ligisten in Regensburg. Aldringens übele Lage. 553
Am 25. April 1633 hat sich Adam Philipp, aus Einsingen bei Ulm,abermals wegen Insolentien seiner Reiter zu verantworten.
Am 5. Mai bittet er, aus Abensperg zwischen Ingolstadt und Re-gensburg, um 6 Tage Urlaub nach Böhmen, „wegen sein in Böheimgelegenen Armuthey."
Die kaiserliche und bayerische Armee langte am 15. Mai 1633 beiRegensburg an. Der Durchzug der Reiterei dauerte den ganzen Nach-mittag gegen die Oberpfalz zu. Die „Obristen Aldringer, Fugger, Cron-berger u. a. nahmen ihr Quartier in der Stadt."
Auch während des Sommers 1633 fanden zwischen Horn und Al-dringen keine bedeutenderen Zusammenstösse statt. Dieser legte beiseiner Kriegsführung fortgesetzt Proben seiner eigentümlichen ver-mittelnden Gewandtheit ab. Er erhielt Befehle vom Kurfürsten, vomKaiser, vom Generalissimus Friedland. Der Kurfürst hielt ihn in undum Bayern und Schwaben fest und drängte zu entscheidenden Thatenfür die Befreiung seines Landes. Wallenstein forderte Unthätigkeit undHerabrücken in die Oberpfalz. Aldringen berichtet darüber an Maxi-milian: der Generalissimus habe befohlen: „das Ich mich deffensivehalten und in ein sicheres Posto losiren, auch nichts hazardiren oderwagen solte." Der Kaiser, vom Kurfürsten angerufen, wollte bei Wallen-stein vermitteln: er möge die, Aldringen erteilte „Inhibitionsordinantz"abstellen und ihm „die Hand wieder öffnen" (freie Hand zur Offensivelassen). Endlich bat der schier verzweifelte Aldringen den oberstenFeldherrn um Ablösung von seinem unhaltbaren Posten, da der Kurfürstwiederholt befehle: „ich soll an den Feind gehen und grosse Streichverrichten." Die Antwort war deutlich, sogar dem kaiserlichen Ein-schreiten gegenüber: „Ir sollt meiner Ordinanz nachkommen; dennim Gegentheile werde ich euch nicht pardonniren wenn euch schon derrömische Kaiser pardonnirt." Nun zog der geplagte Aldringen strategisch,wie auf dem Schachbrette, hin und her. Er marschirte seine Truppen„halbtot," vermied aber ängstlich jede Begegnung mit Horn und Bern-hard von Weimar. Dabei versicherte er den drängenden Kurfürsten:„es kränkt mich selbst das ich müssig sitzen muss."
Von den Cronbergern treten in diesem Kriegsspiel hie und da einzelneKompagnien Reiter und Dragoner, auch Arkebusiere auf. Am 11. Junischreibt der Kurfürst aus Braunau an seinen Generallieutenant: Er hat