Des Erzbischofs Gegenreformation in Kronberg.
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Ein rechtsgelehrtes Gutachten des erzbischöflichen LicentiatenFleischbaum zu Aschaffenburg weist allerdings den Anspruch zu-rück als völlig haltlos solange der Vetter widerspreche; er räth aber:sich thatsächlich in Besitz zu setzen. Darauf schickt der Erzbischofals Pfarrherrn für Kronberg seinen „Alumnum Georgium Kircher."Gleichzeitig erhält der Vetter Amt-mann Schweikard II durch einen erz-bischöflichen Erlass vom 11. August1626 die Nachricht: dass die augs-burgische Konfession zu Kronbergnunmehr abgeschafft, und die katho-lische eingeführt sei; wobei er „selbstaber nicht gemeint sei." Das seiveranlasst durch das Vermächtnissdes verstorbenen Hermann und durchkaiserlichen Befehl. Der AmtmannSchweikard sei zur Huldigung (inKronberg, als Johann (Walter XV)die Burgfrieden beschwor darunterauch den hessischen Vertrag von1541), nicht mitberufen „weil er sichdesselben doch gewissens halber ent-schlagen werde haben." Jedoch la-det der Herr Vetter Kurfürst ihn und
seinen Bruder, den Kürassierritt-
Messgewand, Rückseite.
Geschenk Johann Schweikards an die Burgkapellezu Kronberg, 1626.
meister Johann Philipp X (126 K),an den Hof zur Jagd ein. Der Vetter Amtmann entschuldigte sich in-dessen wegen Kränklichkeit.
Wie sich der Erzbischof in dieser Sache mit seinem eidlichen Reversegegen die Stadt Kronberg von 1611, wie mit seinem Gewissen abfand, istdas Geheimnis seines Beichtvaters geblieben. Damals galt der Satz:„Haereticis non est servanda fides." Vielleicht giebt sein in jüngernJahren verfasstes lateinisches Gebetbüchlein darüber Auskunft. Es istÜbersetztals: „Handtbüchlein Geistlicher Übung und gewohnlicher Gebettdesz hochwürdigsten Fürsten und Herrn, HerrnJOHANN SWEIKARDT,Erzbischof u. s. w. Maintz MDXVII." Der Titel ist mit dem Portrait