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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Erster Brief an den Kanzler Schwindt in Speyer.

kenn den Mann und kann ihm nicht trauen), denn sein Talent (ist)dahin gerichtet: gut Vertrauen in Misstrauen zu verkehren, damit erallein das Seinige durchsetzen möge, muneribus, mendaciis et perseca-tionibus (durch Geschenke, Lügen und Ueberredung) und ist ihm nie-mand gut genug, er singe denn sein Lied; daraus viele gute Gemüthervom Hause Oesterreich alienirt werden. Die Correspondirenden be-rühmen sich, dass die bei Hofe jetzt alles machen könnten durchGeschenke bei Cleselio, qui est omnipotens (der allmächtig ist)."

Um den Eifer für den wahren Glauben anzuspornen nahm derErzbischof, 1612, die Kapuziner in die Stadt Mainz auf und räumte ihnen

Aschaffenburg.

die kronbergische Hofstätte Westerburg in der St. Ignatiusgasse ein.Jesuitenkollegien siedelte er 1615 in Erfurt, 1620 in Aschaffenburg an.

Im Jahre 1613 empfing er als Kurfürst auf dem Reichstage zuRegensburg vom Kaiser die Belehnung mit den Regalien. Die Spal-tung der Religionsparteien klaffte dort abermals weiter. Die Unirtenweigerten jede Beschlussfassung über Glaubenssachen; die Liga hattezuvor, unter Schweikards Führung in Frankfurt beschlossen: alle nach1555 vollzogenen territorialen Besitzänderungen zu verwerfen undrückgängig zu machen. So war ein friedlicher Ausgleich unmöglichgeworden.

In den nächsten Jahren beschäftigte sich die hohe Politik mit einemverzwickten Intriguenspiele über die Frage: welcher Nachfolger demrasch alternden Kaiser Mathias zu geben sei? Schweikard leitete dieFäden; er suchte stets die Fühlung mit den Gegnern zu erhalten undbereitete im Jahre 1617 dem jungen Kurfürsten Friedrich V von derPfalz und seiner englischen Gemahlin Elisabeth, dem Fürsten Christianvon Anhalt einem der leitenden Köpfe der Union, und dem Grafen