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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Franziskus, Reitersmann und Amtmann

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„Gnadengelt von König Heinrich III von Frankreich" (1574 -89), vorherkurze Zeit König von Polen, „falls sie wieder in dessen Bezug träten."Ursache und Zusammenhang dieses fremdherrlichen Gnadengehaltessind nicht zu ermitteln gewesen; vermutlich stammte es vom Gross-hofmeister Hartmut XIII her. Seine übelste Seite war jedenfalls: dasses nicht mehr gezahlt wurde.

Franzi (117 K) focht in der Jugend (1566) als Reitersmann gegendie Türken. Seit 1574 Burgmann zu Friedberg, 1575 Amtmann zuHöchst, seit 1592 auch zu Hofheim; er stirbt am 22. Februar 1605,

hinterlässt 23,000 Gulden Schulden. Die Brüder erben seine Lehns-anteile in Cronberg, Eschborn, Niederhöxstatt, Fronrod und Neuen-hain. Er hatte vielerlei Allodialbesitz verkauft, sogar die kaiserlicheGnadenkette versetzt; die Brüder lösten sie ein. Seine Frau, Katharinavon Hattstein hatte ihm das untere Schloss zu Gamburg zugebracht;sie und die zwei Töchter erbten von ihm nichts.

In der Kapelle auf Burg Kronberg hing 1763 eine Votivtafel aus demJahre 1574; eine Glasmalerei: Wappen des Franziskus von Kronberg,und Reitergefecht; die Ansprengenden beschiessen sich aus Faustrohren.Wappenhalter: Landsknechte mit gelben Pluderhosen und schwarzemWamms, (kaiserliche Farben); das Ganze umgeben von allegorischenTugenden: Justitia, Fides, Temperantia, Spes, Charitas, Fortitudo etPrudentia. Ueber dem Wappenschilde ein Spruchband: W. G.H.W.Wie Gott (der) Herr will.

Auch las man dort auf einem, jetzt verschwundenen Grabsteine„Anno Domini 1605, den 22. Februarii ist in Gott verschieden der woledel streng und vest Franz von Cronberg, Amptmann zu Hoegst undHoffeim, dem Gott genad. amen."

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