Kurfürst von Sachsen auf der Martinsburg und in Elfeld, 1584.
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Am 10. November 1583 wurde der vornehme Herr Nachbar vomLandgrafen von Hessen durch folgende Zuschrift geehrt:
„Ob wohl die Schweinhatz diss Jahr bey uns noch zur Zeytt iiittsehr trefflich gewesen, sintemahl die Saw sehr verstrichen, so habenwir doch zu erzeigung unsers gegen Euch tragenden gnedigen willensnicht underlassen wollen, Euch beykommend Fesslein mit schwarzenWiltprett, so gut es, bis nach, diese Schwein haben gefangen, gnediglichzu verehren."
Im Jahre 1584 war der Kurfürst August von Sachsen auf seinerReise ins Bad Schwalbach, Gast auf der Martinsburg. Im Burghofeführten 110 Jesuitenschüler „mit grosser Gewandtheit und Anmut" das
krank gewesen. DieAerzte beschlosseneine Kur am Sauer-brunnen zu Schwal-bach. Aber wie vonDresden in den ent-fernten unbekann-ten Ringkau gelan-gen? Als Aufklärerrittder Fourier Neu-mann im Frühjahr1583 ab. Durch In-
Schauspiel,, Esther"auf. Dann richteteder Herr Landhof-meister allen Mit-spielern eine Tafelaus. - Diese fürst-liche Badereise istein bemerkenswer-tes Stück Kulturge-schichte. KurfürstAugustwarim Win-ter 1582/3 ernstlich
Ehemalige Martinsburg in Mainz.
telligenz und unermüdete Nachforschungen gelang es ihm, bis zumHerbste in jenen Gegenden vielerlei wertvolle Entdeckungen zu machen.Er besichtigte den Sauerbrunnen der „in einem grossen und wüstenGebirge und wüstem Grunde entspringt" befand aber „dass Ew. Churf.Gn. dises Orts kein gut Lager haben können." . . „Ein Städtlein undSchloss . . . welches Wiszbaden genannt" . . biete . . „eine gute Ge-legenheit und Herberge." Endlich wurde das Schloss des Kurfürsten vonMainz zu Ellfeld gewählt und erbeten; daneben „soll unser Schloss zuSt. Martinsberg in unserer Stadt Maynz .... hiemit freundlich an-geboten sein." Nun konnte der Kurfürst August im Mai 1584 die Reisemit 211 Pferden antreten und in 18 Tagemärschen vollenden. DerErzbischof von Mainz kam einige Tage zuvor selbst nach Eltville undversorgte sein Schloss mit Wein, Hafer und Brodkorn.