Hofthor des kronberger „Schlosses" auf Burg Friedberg, 1610. 429
Burggraf selbst „mit gewehrter Hand angegriffen, die Sturmglocken ge-schlagen, Musqueten präsentirt, wirklich Feuer gegeben" wurde. „Es istdabei aber nicht ein einziger Mensch verwundet." Im Jahre 1805 wurdenSieger und Besiegte grossherzoglich hessische friedliche Unterthanen.
Johann Eberhard hat sich in Friedberg ein dauerndes Denkmalgesetzt. Er baute dort, 1604—1610, ein stattliches „Schloss" an der
Ostseite des Burgberges. Den Hof betritt man durch ein vornehmesRenaissance-Thor mit drei Bogenöffnungen. Den Architrav schmückendie Wappen Kronberg-Riedesel. Darunter steht zu lesen:
„Pax ingressuris pax egredientibus esto.
Pax foveat tutam dulcis alumna domum."
„Friede sei mit den Ein- und Ausgehenden. Friede, der süssePflegling, hege das sichere Haus."
Am Giebel des Kronberghauses steht: „Wer Gott vertraudt Hattwoll gebawt."
Ueber der Eingangsthür des Hauses abermals die beiden Wappen-schilde. Umschrift: „Johann Eberhard von und zu Cronberg, derzeitBurggrov zu Friedbergk. — Frau Anna Riedeselin zu Eisenbach."
Darunter: „Durch Gottes hülf ist dies Gebeu Von gnandt gemahlngesetzet neu 1610."