424 Ein väterlicher Brief von 1560. Ulrichs IV vergebliche Heiraten.
1560 schickte den Zwölfjährigen sein Vater in die Klosterschule zuSchlüchtern bei Fulda, für ein Kostgeld von 20 Gulden im Jahre.
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digen Flerrn Petrus, Abbet des gotshauss Schlichtern, in seiner Er: (Ehr-würden) bei andre Jungen, so in der schulen bei ihm hatt, erlangetund gethon hab, bin ich der hoffnung, du hobst dich bei deinem Hern demAbbet, praeceptor und mitgesellen gehorsamblich, thugentsamblich undfreundtlich gehalten, wie ich dir bevolhen. Darauf ich dich verthröst, sodein brud Hannss philips alher ghen Cronberg kummen wirt, die zue imeholen zulassen, in hoffnung so ver (fern) du dich rect gehalten, deinHerr der Abbt werd dir auch etlich tag er lauben, sonst wird es mis-lich umb dich steen; und wollest ein warhafftige erkantnus deines wol-haltens bei deinem herren und preeeptor erhalten und erbitten, darmitdu mit guter gezeugnus und passport kommen möchst. So dir selbig nitvorhanden, so wirst du bei mir nit zugelassen noch angenommen werden;darnach wirst dich zurichten, und habe dich zu allem uff den weg, mitreiften, auch in herberg, wie dir der reitter pueb sagen wird und (ichihm) bevolhen hab. Damit gott bevolhen. Dat. Cronberg den 25 Octoberanno x60.
Ulrich war deutscher Herr, 1584—89 Ueberreiter im Odenwaldund Komtur zu Trier. Er wurde seiner Gelübde entlassen da „meinStamm sehr blosz und von meiner Linie noch wenig vorhanden."Damals lebte er bereits in Kronberg, und „habe nun schon mehrmalsmein Glück und Wolfarth mit Heiraten versäumt; jetzt steht aber wiedereine an." Er bittet den Deutschmeister Eustachius von Westernachum baldige Resolution „damit ich in dieser jetzt vorstehenden Heiratnit gehindert werden möge." Es geschah ihm wie gebeten. Er heiratete:1. (1592) Anna Dalberg; 2. (1605) Katharina von Carben, des QuirinRiedesel von Bellersheim Wittwe. Vergebens. Die Linie wurde mitseinem Sohne abständig; drei Brüder waren geistlich geworden.
A. I. 3. Ulrich IV (109 F), 1555- 1611.