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Mergentheim dauernde Residenz. Veste Neuhaus.
Er nahm seinen dauernden Aufenthalt in Mergentheim. Von dortaus wurde er des „Ordens dritter Wiederhersteller." Diese Kom-turei, eine der ausgedehntesten und reichsten, war entstanden aus dem„Marienhain" durch andauernde Stiftungen des alten und mächtigenHerrengeschlechtes Hohenlohe. Schon um 1050 Hauptort im Tauber-thal wurde Mergentheim bis zum Ablaufe des 13. Jahrhunderts nachund nach dem Orden vergeben und später fortlaufend durch Ankäufeabgerundet. Oestlich der Stadt, wo später der Hochmeister KurfürstClemens August von Köln das jetzige Schloss baute, lag die alte Ordens-burg. Die Schlosskapelle barg
mit einem Bauer und einem Gewappneten als Schildhaltern dargestellt ist.Der letzteren Bedeutung ist nicht klar. Vielleicht stehen sie in Be-ziehung zu folgender Nachricht aus dem Bauernkriege: „Die deutschenLandsknechte wollten sich vielfach gegen die Bauern nicht schlagen;sie meuterten fast vor jedem Zusammenstosse. Im Ries führten dieBauern ein Fähnlein, auf dem ein Landsknecht und ein Bauer sich dieHände zum Bunde reichen." Vielleicht ist der Bauer ein Baumeister?
Die Abbröckelung des Ordens war so tief eingedrungen, dass einGebot ergehen musste: Ritterbrüder und Priester sollten sich ordent-licher und gebürlicher Tracht befleissigen: in Hemden Röcken und
die Gruft mit den Grabmälernder deutschen Hochmeister;ihre Bildnisse, darunter das desersten: Walters von Kronberg,werden jetzt im Schlosse auf-bewahrt. Inzwischen war 1531ein Türkenzug zu organisiren,auch waren die im Bauernkriegezerstörten Ordenshäuser aufzu-bauen. Die Wiederherstellungder Veste Neuhaus über Mer-gentheim ist durch ein Bas-relief in rotem Sandstein amEingange der Südseite der jetz-igen Ruine verewigt, auf demdes Deutschmeisters Wappen
Basrelief.