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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Feldzug gegen Worms, 1515; in Lothringen, 1516.

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niedergeworfenen Führern;Häuptern, Prälaten und andern." Für Ge-fangene und für verlorene Pferde wurde ein Monatssold vergütet.

Der Hauptangriff auf die Stadt mitgrossen Büssen, Kugeln undSturm," wurde abgeschlagen. Sickingen war niemals der Mann desFestungskrieges. Nun Hess ersein Kriegsvolk (Fussvolk) verlaufen,fuhr doch mit deglichem Kriegszank gegen die von Worms für." Aufallen Strassen zur Stadt, selbst bis an den Oberrhein und ins untereElsass hinauf, streiften seine Reisigen und thaten gute Wacht. Dadurchlitt der Stadt blühender Handel schwer; zwei Jahre lang konnte diePfingstmesse nicht gehalten werden. Hartmut befehligte mit seinemSchwager Kaspar I, alsMeister" ihreRotten," 299 Pferde stark; diesebestanden hauptsächlich aus Zuzug von Freunden und Genossen in derWetterau. Nach den zuverlässigsten unter vielen sehr schwankendenAngaben war damals der Normalbestand einerReiterfahne" 240 Mann;davon 60 lanzenbewaffneteKyrissern" (Spiesser); 120Halbkyrissern"in Trabharnischen mit Arkebusen, und 60 leichte Reiter (Karabiniere)mit Arkebusen.

Die Offiziere führten noch den alten Streithammer, bis etwa um1550 die Pistolen mit Radschloss aufkamen.

Ebenso folgte Hartmut (1516) Sickingen in den kurzen Feldzuggegen den Herzog von Lothringen, als Führer von 100 Pferden. DerVolksmund nannte diese unblutige Fehde, nach deren vornehmlichstenOpfern, spottend: den Schaafkrieg. Auf solchen Reiterdienst beziehtsich ein Schreiben vonCaspar und Hartmut von Cronnberg" andenernvesten Herman von Hotzfeld her zu Willenburg, unserm besondermlieben vettern zu handen" vom 15. August 1516:Unser freuntlichwillig dinst und was wir guts vermögen zuvor; sunder lieber vetter, wirfugen euch zu wissen, dass etlich unser freund uns umb einen dinstersucht, der uns allen vom adel zugut, nit woll abzuslagen ist. Darumbso ersuchen wir euch als unserm sondern freundt, das ir uns zu steuir(hülfe) komen wollent und mit zweintzig pferden, gerust mit haupt-harnisch und spissen, uf dorstag negst vor Nativitatis Marie (4. September)zu Cronbergk gegen den abendt bey uns einkommendt, geschickt denfreitag further mit uns in eigner person und andern unsern freundenzu ziegen. Das wollen wir in glychem und mererm (an euch) ver-dienen, und wiewol wir uns abschlags nit versehen, bitten wir doch

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