II. Abtheilung.
Nachrichten über die auf dem Stammbaum mit arabischen Zahlenbezeichneten Familien-Mitglieder.
Nr. 1. Bodo,
der jüngere Bruder von Hennig (IV.), folgte nach dessen Tode im Besitze der Gü-ter, welche dieser vom Bischof Gerhard zn Halbcrstadt zum Lehn getragen hatte,wie aus den Halberstädtcr Lehnregisteru von 1458 bis 1480 (S. 138.) hervorgeht.Es waren dies 2 Hufen und 6 Gärten nnd Kothoefe zn Ottleben, 2 Hufen aufdem Hegersdorfer Felde und ein Holzfleck, am Brandesleber Holze belegen.
Außerdem war er von Curt Edlen von Warberg, wie durch den noch erhal-teneu Lehubrief von 1471 (S. 125.) nachgewiesen wird, mit 2 Hufen und 1 Hof zuOttleben, 1 Hufe nnd 3 Höfe zu Oster-EylSlebeu, 1 Hof zu Etkersleben, '/? HufeLand auf dem Felde zu Klein-Hoeteusleben, 10 Schwad Grases auf dem Harsträng,1 Gartenhof, auf dem Kapellenberg zn Groß-Hoeteusleben beliehen worden. Durchden Lehnbrief des Bnrchard von Warberg von 1473 war er außerdem mit '/7 Hufezu Ausleben, und ',z Hufe zu Eilsdorf beliehen worden.
Der Seddelhoff, mit welchem noch sein Bruder Hennig von dem Edlen vonWarberg beliehen worden, ist nicht auf ihn übergegangen,^wenigstens wird er in denLehnbriefcn von 1470 bis 1473 nicht genannt. Wann sein Bruder Hennig gestor-ben, ist nicht bekannt.
Bereits im Jahre 1466 (cl. Anlage) war er im Besitze der Halberstädter undWarbergschen Nh„güter, wie ans der Urkunde vom St. Mertens Tage (12. No-vember) dieses Jahres hervorgeht, durch welche er, damals in Groeniugen wohnhaft,im Vereine mit seiner Ehefrau Kunigunde eine Mark jährlichen Zinses von ,;seinemHofe zu Ottleben und 6 Hufen, daselbst belegen, so er von Gerhard Bischof zuHalberstadt und dem Edlen Junker Curd von Warberg zum Lehn trug" für 15halbe Mark Halberstädter Wehrung verkaufte.
Anlage zu Nr. 1.
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