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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Heutiges Gesamtbild des kronbergschen Baunachlasses.

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mals vom äusseren Ansehen ihres Werkes ausgingen, dass sie nicht aufGruppirung und Dekorirung oder gar auf ein wirksameslandschaft-liches Bild" arbeiteten. Jedes ihrer Werke, gleichviel ob schön oderunschön, durchgebildet oder ungeschlacht, trug in sich sein eigenes Ziel:dem Bauzwecke zu dienen. Für diesen Zweck wurde es, mit verständniss-voller Unterordnung, stets von innen heraus entwickelt. So spiegelt sichfür uns im urväterlichen Nachlasse das Leben Denken und Handelnjener alten derben urgesunden Zeit wieder, ohne jeden willkürlichgewählten, äusseren ästhetischen Schein, mit ungetrübter durchsichtigerEinfachheit, in ursprünglicher Treue. Und gerade dadurch wirkt dieseErbschaft anziehend auf das kunstfreudige Auge und erhebend aufdas wahrheitsfrohe Gemüt.

Zugleich aber mahnt uns die menschenleere Wohnstätte des, währendJahrhunderten mit mächtiger Lebenskraft auftretenden Geschlechtes aufdem Serezitfelsen an eine zweite, tiefere Weisheit: an den unabänderlichenWechsel der irdischen Dinge der, auch ohne gewaltsame Erschütterung,alles was kluge Köpfe und kraftvolle Händebis ans Ende aller Tage"geschaffen hatten, längst vor diesem unabsehbaren Ende mit langsamer,unmerklicher Unwiderstehlichkeit zu Trümmern und Staub zerbröckelt.