Palas. Fünfeckiger Turm auf der Nordspitze. Zisterne.
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Wehr- oder Laufganges, als Balkenlöcher u. s. w., sind im Vorhandenennicht mehr sichtbar. Unter Mauerhöhe stand, nicht an den Freiturmgelehnt, der Palas, die niedrige Kemmenate, ein Fachwerkbau. Diedort aus der Schildmauer vorstehende Steinreihe diente zum Auflegender Balken des ersten Stockes.
Die nördliche Spitze der dreieckigen Burgfläche wird verteidigtdurch einen schweren fünfeckigen innen gewölbten Turm (Bp. 7). SeineMauer hält durchschnittlich 2,65 Meter. Er ist kasemattirt, hat jetzt obeneine Erddecke mit niedriger Brüstungsmauer und zwei horizontale bogen-förmige Scharten, Maulscharten, für liegendes Geschütz. Eine gleicheist nachträglich daneben in die Schildmauer (Bp. 5) gebrochen worden.Dieser Turm hatte anscheinend zwei Stockwerke. Die Radirung von1626 zeigt ihn höher als die Schildmauer und gezinnt; er beherrschtedas nördliche und östliche Angriffsfeld.
Zwischen diesem (7) und dem Thorturme (1) stand, längs derRingmauer (6), ein zweites leichtes Wohngebäude, dessen Balkenfür den ersten Stock auf noch sichtbaren vorspringenden Steinplattenruheten.
Den südlichen Abschluss der Oberburg bildet wiederum die Ring-mauer (1, 2, 4) bis zum Freiturm. Sie war früher jedenfalls erheblichhöher als jetzt und gezinnt. Im Eck (bei 2) befindet sich ein vor-springendes flankirendes Halbtürmchen. Unter diesen liegt eine, 4 Metertief in den Fels getriebene Zisterne. Jetzt ist sie trocken; damals aberals der Hain im nördlichen Thale gehegt wurde und am Altkuning hinaufin den geschlossenen Bergwald überging, sind wohl die Massen des, imErdboden durch die Serezitschichten sich herabdrückenden Wassers ganzanders ständig und reichhaltig geflossen als gegenwärtig. Dort standauch (3), der uralte Mantelbaum (Föhre), der bei der Entwaldung desFelskopfes von den Bauleuten verschont geblieben war, wie wir baldhören werden.
Der gesammte Karakter der Oberburg ist: in beschränktem Räumedürftige bäuerische Unterkunft und Lebensweise. Die lebendige Burgmit ihren einförmig hohen, zumeist fensterlosen schlichten Mauern, dendrei stumpfen Türmen und dem knapp hervorragenden Palasdache, warunzweifelhaft weit weniger malerisch als ihre heutige dachlose Ruine mitdem kräftig und beherrschend hervorstrebenden Freiturme. Dass eine