Lief. 77. XLIXb.
Dem Herzogthum Burgund ist hier eine Ehrenstelle eingeräumt. Das Wappen von Alt- und Neu-Burgund, dem Flandern als Mittelschild aufgelegt ist, nimmt die Hauptstelle ein. Darüber erhebt sich derHelm des Bourbonischen Geschlechts, begleitet von dem cri de guerrc Philipp des Guten „mon joye St.Andre" und dem Wahlspruch seines Ordens (vom goldnen Vliess) „Autre n'aurai", dessen Kette das Wappenumschlingt. Vierzehn Schilde der zum Burgundischen Erbe der Gemahlin Kaiser Maximilian I. gehörigenLänder sind rund umher aufgestellt. Wir lesen:
1) Grauff von Artois,
2) Borggogne (Bourgogne),
2) Sallins (Salins),
4) Seelannt (Zeeland),
5) Nemur (Namur),
6) Lempbort (Limpurg),
7) Friesland,
8) Grauff von Burgund,
9) Braubbannd (Brabant),
10) Lessemborre (Luxemburg),
11) Lottrike (Oesterreichischer Bindenschild\
12) Hainandt (Hennegau),
13) Malingnes (Mecheln),
14) Grauff von Lüczelburg.
Im Untereck links steht:
Prions k diu (dieu) de paradis cretons (croyions) dun aleanche (ä une alliance) qui gard(e)le duc et cessanus icessons) de mal (faire) e (et) de grevanche (grevance) etc. oder: et fassenous cesser le mal et la grevance!
Im Untereck rechts:
Loyal lui suis.
Conc. B. 76b.
Wolffb. C. 86.
Wernig. C. I, 25 b.
Lief. 8. LIII.
Der haillig Ritter Sant Jorg ist gewessen ain Margraf vo Pa'llestin.
Kaiser Friedrich IV. erneuerte am 1. Januar 1468 unter Päpstlicher Bestätigungsbulle den halb-weltlichen, halb-geistlichen Ritterorden „des heiligen Blutzeugen und Siegsringers Georg". Derselbe gingaber noch in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wieder ein. Vielleicht, dass vorstehendes Wappen aufdiesen Orden Bezug hat.
Ilormayr, Wien II. Jahrg. Heft III. p. 24.
Margraf von Hochberg, Graf zu nuwenburg, Her zu Badenwiller, zu Rötteln, zu
Sussemberg
d. i. „Neuenburg (Neufchätel) zu Badenweiler, Röteln und Sausenberg". Nach Philipp des letzten Markgrafenvon Hochberg 1503 erfolgtem Tode erbte Christoph, der Stammvater aller nach ihm folgenden Markgrafenvon Baden, die Herrschaften Sausenberg, Badenweiler und Röteln.
Margraff von Monfarraer, In ytalia,
„Montferrat" in der Lombardei, zwischen Piemont, Mayland und Genua. Kaiser Otto gab es als ein Mark-grafthum 967 an Alram, dessen männliche Nachkommen 1305 ausstarben. Es folgte Theodora Comncno, derPaläologe, nachdem er die Markgrafen von Saluzzo daraus vertrieben hatte. 1536 gab es Carl V. an dasHaus Mantua.
Conc. B. 184a. b.
LVJl-