Druckschrift 
[Text] (1875)
Entstehung
Seite
LIV
Einzelbild herunterladen
 

Lief. 7.

XXII b.

Der Kung von Sezillia etc.

Drei Schilde sind hier vereinigt: rechts steht der öfcldige Schild von Neapel, worin 1 Ungarn,2 und 4 Anjou, 3 Jerusalem, 5 Bar, 6 Lothringen; links steht der Schild von Apulicn; unter den beiden vor-benannten der Schild von Calabrien „Herzog von Callabry". Ueber den vereinigten Schilden erhebt sich eingekrönter Goldhelm mit roth-silberner Ilelmdecke. Aus demselben wächst ein silberner Adlersflug hervor,zwischen welchem die französische goldne Lilienhelmzier erscheint.

„Das alt Seccillyen" zeigt den Schild von Anjou.

Das Gesellschaftszcichcn ist der überwundene Halbmond mit der Devise „los en crossans" (loz encroissant), d. h. wachsender Ruhm. Das „monoie (monnoye) amoi" scheint ein 2tes Symbolium zu sein. DieStiftung des Ordens „vom wachsenden Mond" wird Carl von Anjou zugeschrieben, als er zu Rom in der Latera-nischen Kirche vom Papste zum Könige von Neapel (beider Sicilicn) gekrönt worden war. Johann von Anjousoll den Orden erneuert haben. In der histoire des ordres militaires (Paris 1671) stellt: Ordre du croissant,institud par Rene Duc d'Anjou. Mit dem Regiment des Hauses Anjou in Neapel ging auch der Orden daselbstzu Grunde.

Der Name der „Hobtstat Palerma" i. e. Palermo steht am Schlüsse des Blattes.

Conc. B. 120b. Kalabria (mit schwarzem Flügel).

Virg. Solis, Ausländ. Königreiche II.

Lief. 8. XXIIII.

Der Kling von Granat.

Die Eroberung des Maurischen Königreichs Granada durch Ferdinand und Isabella, die katholischenKönige Spaniens, erfolgte 1492 nach 5ojährigcm Kampfe. Das vorliegende Blatt stellt das Wappen desletzten Abenccrragen Muley Abu Abdallah dar, umgeben von der Kette der Rittergcsellschaft de las granadas.Die vier kleinen Schildchen, welche alle den Namen „Granata" tragen, beziehen sich wahrscheinlich auf dienoch gegenwärtig geltenden Stadttheile: Grenada, Alhambra, Albayzin und Antiquerula. Die goldnenGranatenäpfel mit rothen Kronen und der Devise „agro-dulce" wiederholen sich oberhalb des KöniglichenWappens. Unter demselben liest man: „Die Hobtstat In granatta haist Sibillen (Sevilla)". Sevilla, lateinischHispalis, seit 1248 den christlichen Königen von Castilien gehörig, wurde später zur Hauptstadt in Anda-lusien erwählt.

Wern. C. I. 11, und 24b.

Wolffb. C. 41.

Virg. Solis Ausländ. Königreiche „Schild silbern, grüner Granatapfel mit rothen Kernen".

uv