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dificiren lasse»; der König erforderte durch eigenhändige CabinetSordrevom 17. Jnli d. I. Bericht vom Kammergericht und ertheilte ihm ineiner sehr hübschen, den Gerechtigkeitssinn des Königs ehrenden, nochvorhandenen CabinetSordre vom 24. Jnli abschläglichen Bescheid, weilseine Bettern die gesammte Hand hätten und Erben würden, da ernur eine Tochter habe.')
Nebrigens sind diese Güter später doch noch allodisicirt, nachdemseine Wittwe sich mit den Erben geeinigt hatte.
Vermählt war Adam Friedrich zuerst seit 1. Jnli 1739 mitSophie Wilhelmine v. Viereck, Tochter des Staats- und Kricgs-ministers Otto Christoph v. Viereck, welche 30. Octobcr 1>4Z starb.Nach dem frühen Tode seiner Tochter verheirathete er sich zum zwei-ten Male 2. November 1756 mit Sophie Marie Charlotte v. Lat-torff (s. o. 209).2) Er starb am Schlagfluß 10. August 1761 zuPoritz und ist dort beigesetzt.^)
Seine Wittwe erbte früh ihres Großvaters Erdmaun ChristophsGüter (s. 209 und 211) besonders Klöden, wozu ihr Vater für sie29. Januar und 15. Februar 1753 auch das noch übrige v. Klöden-sche Besitzthum daselbst für resp. 13628 Thlr. 14 Gr. und 2320 Thlr.hinznkaufte. (s. Einleitung unter Klöden.) Dagegen bot sie schon13. Oktober 1763 dem Hauptmann Friedrich Wilhelm (228) ihr Gutin Büste zum Kaufe an, worauf dieser einging, da die näherenErben, der Lieutenant Christian Friedrich (246) mit seinen Brüdern,welche das Vorkaufsrecht hatten, auf die von Sophie Marie Char-lotte gestellten Bedingungen nicht eingehen wollten, H Später ver-kaufte sie auch Klöden und Peulingen au den Gutsbesitzer Fried-rich von Levctzow, den Gemahl der Erbtochter des HohenwulschenHauses, Sophie von Jeetze, (256), veräußerte auch Poritz, wosie zuletzt gewohnt, und zog nach Halle, wo sie 29. März 1791 gestor-ben ist. Sie zeichnete sich durch Bildung und Geschäftsgewandtheit,
erhalten und eine Pfarrbibliothck gegründet nnd erhalten werden, die mit sonst schwe-rer anznschafsenden Büchern im Werth von 12 Thlrn. jährlich zn vermehren ist.(Archiv der Psarre zu Poritz.)
') Mittheilung des Königl. Provinzial-Archivars Herrn v. Mülverstedt.
-) Er schloß mit ihr zn Klöden 13. Octobcr 175b einen Ehe- nnd Snccessions-pakt. (Magdeb. Lehns-Archiv.)
2) Sein Grabdenkmal befindet sich an der Außenwand der Kirche zn Poritz. PauliLeben gr. Helden I. S. 8l> fs. und König Biogr. milit. Ler ll. S. 201—203.
-) Sic verlangte dafür sichere Obligationen , oder daß wenigstens die Hälfte des Kauf-preises zu 4 auf dem Gute stehen bleibe, da sie es ohnehin verpachten müsse. (Hohenw. Arch.)