Vorwort.
Sehr oft bin ich gefragt worden, wie grade ich, dessen Lebens-berns ans einem weit anderen Gebiet zn finden, dazu gekommen sei,eine Geschichte der Familie von Jeetze auszuarbeiten, und ob dennwirklich die Geschichte dieses Geschlechts für die Altmark von einigerBedeutung sei.
Mir will eö scheinen, als sei es besonders für einen Pfarrer sehrwichtig, soweit cS überhaupt möglich ist, die Geschichte der Gegendnäher kennen zu lernen, in der er wirken soll. Hat eine Gegend,wie meine damalige Hcimath, Jahrhunderte hindurch unter demPatronat derselben Familie gestanden, so ist wohl nicht zn bezweifeln,daß der Sinn, welcher in der PratonatSfamilie herrschte, auch in denihr untergebenen Gemeinden etwas Einfluß gewonnen hat, und wirddeßhalb die Kenntniß dieser Personen, so dürftig sie auch meist seinwird, nicht gering geachtet werden dürfen. Außerdem glaube ich, daßgrade ein Pfarrer dazu verpflichtet ist, mit allen ihm zn Gebotestehenden Mitteln dazu beizutragen, daß die ältere Geschichte derGegend, in der er lebt, nicht völlig aus dem Gedächtniß der Zeit-genossen verschwinde. Es wird ja nur zu leicht vergessen, was dieVäter gethan und gelitten haben.